Hessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für Vertriebene und Aussiedler
Mila VoigtHessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für Vertriebene und Aussiedler
Die Landesregierung von Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) 150.000 Euro zur Förderung der historischen Erinnerungskultur bewilligt. Innenminister Roman Poseck überreichte den Förderbescheid im Haus der Heimat in Wiesbaden. Mit den Mitteln sollen Einrichtungen gestärkt und langfristige Projekte für Betroffene von Flucht und Vertreibung gesichert werden.
Der Bund der Vertriebenen in Hessen vertritt deutsche Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler. Seit Jahrzehnten bewahrt der Verband persönliche Schicksale von Vertreibung, Neuanfang und kultureller Identität. Zu seinen Aufgaben gehören die Organisation von Begegnungen, die Pflege von Traditionen sowie die Förderung des Dialogs über das historische Gedächtnis.
Die Förderung fließt unter anderem in die gemeinsame Landesgeschäftsstelle, die zentrale Aufgaben koordiniert und regionale Gliederungen unterstützt. Ein Teil der Mittel kommt zudem neuen Initiativen zugute, etwa Bildungsprojekten und öffentlichen Veranstaltungen. Zu den jüngsten Aktivitäten zählen ein VRM-Podcast über Sudetendeutsche Vertreibungsgeschichten, ein Vortrag zur Bekämpfung von Rechtsextremismus durch Erinnerungskultur sowie Gedenkveranstaltungen zu bedeutenden Jubiläen im Jahr 2025.
Minister Poseck bezeichnete die Förderung als Zeichen von Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Arbeit des Verbandes gehe über bloße Bewahrung hinaus – sie schaffe Räume für Reflexion und Verbindung. Mit der finanziellen Absicherung stelle das Land sicher, dass diese Geschichten und Traditionen Teil der hessischen Kulturlandschaft bleiben.
Die 150.000 Euro kommen sowohl laufenden als auch künftigen Projekten des BdV in Hessen zugute. Sie bieten den regionalen Gruppen Planungssicherheit und stärken das öffentliche Engagement für die Erinnerungskultur. Die Förderung unterstreicht das Bekenntnis des Landes, die Erfahrungen von Vertriebenen und Aussiedlern für die Nachwelt zu bewahren.






