Helmstedt schafft mit Industriepark und Sozialprojekten den Kohleausstieg
Emma BeckerHelmstedt schafft mit Industriepark und Sozialprojekten den Kohleausstieg
Landkreis Helmstedt in Niedersachsen macht Fortschritte beim Ausstieg aus dem Braunkohleabbau
Der Landkreis Helmstedt in Niedersachsen kommt beim Strukturwandel nach dem Ende des Braunkohleabbaus stetig voran. Am Dienstag befasste sich das Landeskabinett mit der regionalen Entwicklungsplanung und hob dabei zentrale Projekte hervor, die bereits in Umsetzung sind oder kurz vor dem Abschluss stehen. Besonders hervorzuheben ist ein neuer, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Industriepark in der Nähe von Königslutter am Elm – ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Region.
Die Pläne für den Industriepark haben konkrete Formen angenommen: Förderanträge für die erste Planungs- und Umsetzungsphase sind bereits eingereicht. Das Gelände soll Unternehmen anziehen, Arbeitsplätze schaffen und die wirtschaftliche Perspektive der Region stärken. Langfristig wird erwartet, dass der Park eine Schlüsselrolle dabei spielt, die Widerstandsfähigkeit der Region zu sichern – besonders vor dem Hintergrund des deutschen Kohleausstiegs bis 2038.
Doch nicht nur die Wirtschaft steht im Fokus: Auch die Bedürfnisse der Bevölkerung werden berücksichtigt. Im Helmstedter Ortsteil Offleben sind ein sozialer Begegnungsort und ein Nachbarschaftsversorgungszentrum geplant. Das Vorhaben zielt darauf ab, den Zusammenhalt der Bewohner zu fördern und das lokale Leben in der ehemaligen Bergbauregion neu zu beleben.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) lobte das engagierte Vorgehen des Landkreises Helmstedt. Die Region zeige vorbildlich, wie Strukturwandel gelingen könne – durch eine ausgewogene Kombination aus wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen, so der Minister.
Die Transformation im Landkreis Helmstedt verfolgt klare Ziele: neue Arbeitsplätze, eine stärkere Wirtschaft und lebendige Gemeinschaftsräume. Bundesfördermittel für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen helfen dabei, diese Pläne in die Tat umzusetzen. Als nächste Schritte stehen die Sicherung weiterer Finanzmittel sowie die konkrete Umsetzung des Industrieparks und der sozialen Projekte an.






