"Helden": Wie ein junges Kollektiv das Heldentum neu definiert
Das junge Kollektiv Active Player NK feiert am Heimathafen Neukölln die Premiere seines neuen Stücks Helden
Die Produktion erkundet das Konzept von Heldentum durch eine Mischung aus Gesang, Tanz und inszenierten Schlägereien. Das Publikum reagierte begeistert und feierte die jungen Darsteller:innen für ihr mutiges und authentisches Storytelling.
Die Gruppe arbeitet ohne klassische Vorsprechen – stattdessen werden die Teilnehmer:innen per Losverfahren ausgewählt, was für eine vielfältige Besetzung sorgt. Viele der Performenden greifen auf eigene Erfahrungen zurück, um das Stück zu prägen, das Humor, gesellschaftskritische Kommentare und philosophische Reflexionen verbindet. In einer Szene wird etwa der Kapitalismus durch eine komische Begegnung an einem Erdbeerstand auf die Schippe genommen.
Lujain Mustafa zeichnete für die Choreografie verantwortlich und entwarf sowohl die Kampfszenen als auch die Tänze. Mohammad Eliraqui, der Active Player NK seit 2022 leitet, unterstützte die Inszenierung. Doch der jungen Besetzung blieb bei der Entwicklung der Performance viel künstlerische Freiheit.
Der Heimathafen Neukölln beherbergt das Kollektiv seit seiner Gründung. Die Spielstätte bietet seit 2011 kostenlose Workshops in Schauspiel, Regie und kreativem Experimentieren für 12- bis 26-Jährige an. Eliraqui selbst begann dort seine Schauspielkarriere und wurde bei seiner ersten Premiere vom Filmregisseur Damir Lukačević entdeckt.
Helden zeigt die Kreativität und das Selbstbewusstsein des jungen Ensembles. Die Produktion beweist, wie Active Player NK Selbstausdruck und künstlerische Erkundung fördert – und zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich, dank ihrer Energie und Originalität.






