27 January 2026, 18:32

Hannovers Klimabilanz: Treibhausgase halbiert – doch der Verkehr bleibt Problemkind

Eine Liniengrafik, die den Primärenergieverbrauch nach Brennstoff von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier Abschnitte, die verschiedene Brennstoffquellen darstellen, wobei jeder Abschnitt in Prozent unterteilt ist.

Hannovers Klimabilanz: Treibhausgase halbiert – doch der Verkehr bleibt Problemkind

Hannover hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 fast halbiert. Die Fortschritte der Stadt sind auf bessere Technologien, Energiesparmaßnahmen und den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen zurückzuführen. Dennoch bleiben Herausforderungen – insbesondere im Verkehrssektor, wo die Emissionen weiterhin über dem Niveau von 1990 liegen.

Besonders deutlich wird der Erfolg in Industrie und Haushalten: Die Emissionen pro Beschäftigtem in Fabriken sind seit 1990 um etwa 65 Prozent gesunken. Auch der Wärmeverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche hat sich im gleichen Zeitraum fast halbiert. Trotz Bevölkerungswachstum, mehr Arbeitsplätzen und städtischer Expansion ist der Gesamtenergieverbrauch sogar zurückgegangen.

Der Verkehr bleibt jedoch ein hartnäckiges Problem. Autobahnabschnitte innerhalb der Stadtgrenzen – stark frequentiert vom Durchgangsverkehr – verursachen fast die Hälfte aller verkehrsbedingten Emissionen. Da diese Straßen größtenteils nicht in kommunaler Hand liegen, gestalten sich Reduzierungen hier besonders schwierig. Für die Zukunft setzt Hannover auf klimaneutrale Fernwärme und weitere Investitionen in die Energiewende. Ziel ist es, die bisherigen Erfolge auszubauen und gleichzeitig die anhaltenden Herausforderungen im Verkehrssektor anzugehen.

Während die Emissionen in Industrie und Haushalten stark gesunken sind, hinkt der Verkehrssektor noch hinterher. Die nächsten Schritte der Stadt umfassen den Ausbau der Fernwärme und die Förderung sauberer Energielösungen. Diese Maßnahmen werden entscheiden, ob in den kommenden Jahren weitere Fortschritte möglich sind.