Hannover Messe 2024 bricht Rekorde mit KI, Wasserstoff und globalen Partnerschaften
Emilia NeumannHannover Messe 2024 bricht Rekorde mit KI, Wasserstoff und globalen Partnerschaften
Hannover Messe 2024 zieht über 130.000 Besucher aus 150 Ländern an
Die diesjährige Hannover Messe verzeichnete mehr als 130.000 Fachbesucher aus 150 Ländern. Im Mittelpunkt der weltgrößten Industriemesse standen bahnbrechende Technologien – von KI-gestützter Automatisierung bis hin zu nachhaltigen Energielösungen. Über 4.000 Unternehmen, darunter 300 Start-ups, präsentierten auf dem Gelände ihre Innovationen.
Die internationale Ausrichtung der Messe zeigte sich deutlich: 40 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, mit den stärksten Besucherzahlen aus China, den Niederlanden, den USA, Südkorea und Japan. Zudem nahmen mehr als 300 wirtschaftspolitische Delegationen teil, die sich vor allem mit wettbewerbsfähigen Energiepreisen und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur befassten.
Zu den herausragenden Neuerungen zählte der AI-basierte 2D-Greif-Kit des Unternehmens Schunk, der mit dem renommierten Hermes Award ausgezeichnet wurde. Die Technologie vereinfacht die Automatisierung in Sortier- und Logistikprozessen und punktet mit hoher Anpassungsfähigkeit bei minimalem Installationsaufwand. Zudem gewann die Initiative Manufacturing-X an Fahrt – sie fördert sichere Datennetzwerke für die Industrie. Auch das Thema Nachhaltigkeit stand im Fokus: Deutschland und Norwegen unterzeichneten Abkommen zur Zusammenarbeit im Wasserstofftransport und bei der CO₂-Speicherung, um ihre gemeinsame Roadmap zu stärken. Weitere Exponate umfassten Software zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks sowie Systeme für eine effizientere Wasserstoffnutzung.
Aufmerksamkeit erregte auch der Femworx-Karrierekongress, der zwei Ingenieurinnen ehrte: Yvonne Groth erhielt den Engineer Woman Award, während Sahana Shastry als „Young Engineer Woman of the Year“ ausgezeichnet wurde.
Die Messe endete mit einer starken Beteiligung von globalen Industrievertretern und Entscheidungsträgern. Zu den zentralen Ergebnissen zählten neue Partnerschaften in der Wasserstofflogistik, Fortschritte in der KI-gesteuerten Automatisierung sowie ein verstärkter Schwung für Initiativen zur Datensouveränität. Die Veranstalter betonten die Rolle der Messe bei der Gestaltung zukünftiger Industrie- und Energiestrategien.