05 April 2026, 02:16

Hammer Raumstylisten GmbH stellt Insolvenzantrag – 46 Filialen bereits geschlossen

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Hammer Raumstylisten GmbH stellt Insolvenzantrag – 46 Filialen bereits geschlossen

Möbelhändler Hammer Raumstylisten GmbH beantragt am 1. April 2026 offizielles Insolvenzverfahren

Trotz intensiver Bemühungen, Investoren zu gewinnen, hat sich kein Käufer gefunden, der die angeschlagene Handelsketten unter dem bisherigen Konzept weiterführen würde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Unternehmen hat bereits damit begonnen, Filialen zu schließen und Räumungsverkäufe zu starten, um während des Prozesses die Liquidität zu sichern. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestätigte, dass Verhandlungen mit über 300 potenziellen Investoren keine tragfähige Lösung erbracht hätten. Die Resonanz sei enttäuschend ausgefallen, sodass dem Händler keine andere Wahl bleibe, als den Betrieb weiter zurückzufahren.

Sämtliche 46 Hammer-Filialen, für die sich keine Übernahmeinteressenten fanden, wurden bereits am 16. März geschlossen; die Räumungsverkäufe begannen umgehend. Bis Ende März blieben nur noch 41 Standorte geöffnet. Diese werden ab dem 1. April ebenfalls mit Schlussverkäufen starten, um dringend benötigte Mittel zu generieren.

Zwar haben vier Parteien Interesse an der Übernahme ehemaliger Hammer-Standorte signalisiert, doch keines der Unternehmen plant, das bestehende Einzelhandelskonzept fortzuführen. Stattdessen wollen sie eigene Geschäftsmodelle einführen und einen Teil der Mitarbeiter übernehmen. Konkrete Details zu diesen Plänen wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Die Lohnforderungen der rund 1.100 betroffenen Beschäftigten werden bis März 2026 durch Insolvenzgeld abgedeckt. Danach werden weitere Kostensenkungsmaßnahmen – etwa zusätzliche Filialschließungen – notwendig sein, um das Unternehmen finanziell über Wasser zu halten.

Das Scheitern der Hammer Raumstylisten GmbH markiert das Ende des langjährigen Fachhandelkonzepts. Da kein Investor bereit ist, die Marke zu erhalten, konzentrieren sich die verbleibenden Filialen nun darauf, den Lagerbestand zu verkaufen, bevor das offizielle Insolvenzverfahren beginnt.

Die Mitarbeiter erhalten zwar für das kommende Jahr finanzielle Unterstützung durch Insolvenzgeld, doch die Zukunft der Standorte – und vieler Arbeitsplätze – bleibt ungewiss.

Quelle