17 April 2026, 16:33

Hamburgs lauter Protest gegen sexualisierte Gewalt nach Fernandes' Enthüllungen

Collien Fernandes spricht vor rund 20.000 Menschen in Hamburg

Hamburgs lauter Protest gegen sexualisierte Gewalt nach Fernandes' Enthüllungen

Große Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg

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Am Wochenende fand in Hamburg eine große Demonstration gegen sexualisierte Gewalt statt. Tausende versammelten sich, um die Schauspielerin Collien Fernandes zu unterstützen, die kürzlich über ihre Erfahrungen gesprochen hatte. Die Kundgebung war Teil einer wachsenden Bewegung in deutschen Städten.

Fernandes stand vor dem Hamburger Rathaus auf der Bühne, sichtbar bewegt, als sie sich an die Menge wandte. Erst eine Woche zuvor hatte sie ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen, öffentlich der Misshandlung bezichtigt. Wegen Todesdrohungen trug sie eine schusssichere Weste und wurde von Polizeischutz begleitet.

Sie fragte, warum Männer, die Drohungen verschicken, keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. In ihrer Rede ermutigte sie andere, ihr Schweigen zu brechen, und rief Betroffene auf, ihre Geschichten zu teilen. Viele Frauen in der Menge berichteten später von ihren eigenen Erlebnissen und betonten, wie verbreitet das Problem ist.

Die Demonstration zog weit mehr Menschen an als erwartet. Die Veranstalter schätzten 22.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Polizei sprach von 17.000. Ähnliche Kundgebungen gab es bereits in Berlin und Köln, weitere sind in München geplant. Bei der Berliner Veranstaltung fragte die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, wann sich die Bundeskanzlerin öffentlich hinter die Betroffenen stellen werde.

Die Demonstration endete mit jungen Frauen, die Sprechchöre anführten und Gerechtigkeit für die Opfer sowie Konsequenzen für die Täter forderten.

Die Hamburger Proteste haben die Forderungen nach Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt verstärkt. Da sich immer mehr Städte der Bewegung anschließen, fordern die Organisatoren nun strengere rechtliche Schutzmaßnahmen und öffentliche Unterstützung. Fernandes' Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, hat eine breitere Debatte über Verantwortung und die Rechte von Betroffenen ausgelöst.

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