Halles Kleiner Ulrichstraße: Warum temporäre Poller für Streit zwischen Stadt und Gastronomen sorgen
Mila VoigtHalles Kleiner Ulrichstraße: Warum temporäre Poller für Streit zwischen Stadt und Gastronomen sorgen
In der Stadt Halle (Saale) wurden entlang der Kleinen Ulrichstraße temporäre Sperren aufgestellt, um während der FIFA-Weltmeisterschaft den Autoverkehr zu regulieren. Unternehmensinhaber kritisieren die Maßnahme als „militaristisch“ und unnötig – zumal die meisten Lokale in der Gegend die Turnierspiele gar nicht übertragen.
Betroffen ist ein Abschnitt der Kleinen Ulrichstraße mit zwölf Betrieben, darunter das Café Roter Horizont, die Haley Bar und das Connoisseur. Lokale Betreiber fühlen sich übergangen, da die Stadt die Barrieren ohne vorherige Absprache mit ihnen installiert hat.
Bei den Sperren handelt es sich um schwere, ausfahrbare Poller, die abends und nachts hochgefahren werden sollen. Ihr Zweck ist es, „Protzfahrten“ zu verhindern und Fußballfans während des Turniers zu schützen. Die Geschäftsleute argumentieren jedoch, dass auf der Straße kaum Fans unterwegs sein werden, da fast niemand die WM zeigt.
Statt der Barrieren bevorzugen viele Betreiber gezielte Polizeistreifen an Freitag- und Samstagabenden. Diese könnten den Durchgangsverkehr besser überwachen und Verkehrsregeln durchsetzen, so ihre Meinung. Die Stadt rechnet zudem damit, dass die Einnahmen aus Bußgeldern die Kosten für den Polizeieinsatz decken werden.
Trotz der Kritik bleiben die Absperrungen bestehen. Die Unternehmensinhaber warnen, dass sie der lebendigen Atmosphäre des Viertels schaden werden. Die Stadt beharrt darauf, dass die Maßnahme während der WM-Zeit aus Sicherheitsgründen notwendig sei.






