Grüne Revolution: Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter bis 2029
Leni SchröderGrüne Revolution: Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter bis 2029
Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben und Salzgitter verbinden – Meilenstein für grüne Energie
Im Rahmen eines großen Projekts für erneuerbare Energien entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline zwischen Wefensleben und Salzgitter. Die 68 Kilometer lange Trasse wird das Stahlwerk von Salzgitter AG mit Wasserstoff versorgen und so die Produktion von „grünem Stahl“ vorantreiben. Die Planung läuft seit 2020, mit dem Baubeginn ist 2027 zu rechnen.
Die Ontras Gastransport GmbH hat bereits 2020 Vorarbeiten für die Leitung aufgenommen. Die Route führt durch die Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel, bevor sie das Stahlwerk von Salzgitter AG erreicht. Das Unternehmen hat die benötigten Rohre bereits bei Mannesmann, einer Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, bestellt.
Vor Baubeginn wird Ontras zwischen Ende Juni und Anfang August in Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter Flächen auf das Vorkommen von Feldhamstern untersuchen. Die Pipeline selbst wird einen Durchmesser von 80 Zentimetern haben und Teil eines größeren, 600 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Ost- und Mitteldeutschland sein.
Rund 80 Prozent dieses Netzes entstehen durch die Umwidmung bestehender Gasleitungen, die übrigen 20 Prozent werden neu gebaut. Das Vorhaben ist mit dem SALCOS-Programm verknüpft, das den Ersatz von Kohle durch Wasserstoff in der Stahlproduktion zum Ziel hat. Die Fertigstellung ist bis Dezember 2029 geplant.
Die Pipeline wird eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen im Salzgitter-Stahlwerk spielen. Sobald sie in Betrieb ist, trägt sie dazu bei, die Produktion schrittweise auf wasserstoffbasierte Verfahren umzustellen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Deutschlands Wandel hin zu nachhaltigeren Industrieprozessen.






