Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung nach Wahlniederlage
Mila VoigtGrüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung nach Wahlniederlage
Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen ihre Führung nach gemischtem Wahlergebnis um
Nach einem durchwachsenen Abschneiden bei der jüngsten Landtagswahl haben die Grünen in Rheinland-Pfalz ihre Führung neu aufgestellt. Die Partei erreichte 7,9 Prozent der Stimmen – ein Minus von 1,4 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Wahl. Dennoch stellen sie nun zehn Abgeordnete im neuen Landtag und haben erstmals ein rein weibliches Führungsteam gewählt.
Katrin Eder übernimmt die Leitung der Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag. Trotz des Stimmenrückgangs zeigte sie sich stolz auf das Ergebnis. Im Wahlkampf hatte Eder das „Schwarmkraftwerk“ als zentralen Erfolg der Grünen hervorgehoben – eine Initiative, die ursprünglich von einem FDP-Politiker ins Leben gerufen worden war.
Zudem wählten die Grünen zwei neue Co-Vorsitzende: Carolin Cloos aus Worms, die mit 72,28 Prozent der Stimmen punkten konnte, sowie die 33-jährige Christin Sauer aus Mainz, die bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte. Beide werden künftig die strategische Ausrichtung der Partei prägen.
Der scheidende Landesvorsitzende Paul Bunjes betonte, die Grünen müssten sich in den kommenden Jahren stärker für benachteiligte Gruppen einsetzen. Sauer hingegen skizzierte ihr Ziel, bis 2031 das Vertrauen auf kommunaler Ebene und gegenüber dem Bund wiederherzustellen.
Mit zehn Mandaten bilden die Grünen in Rheinland-Pfalz nun die Opposition. Die neu gewählte, ausschließlich aus Frauen bestehende Führung wird die Partei in der kommenden Legislaturperiode steuern – mit dem Fokus, verlorene Unterstützung zurückzugewinnen und sich für unterrepräsentierte Gruppen einzusetzen.






