10 June 2026, 22:17

Grüne fragen nach: Gibt es Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus?

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen grüne Anfrage

Grüne fragen nach: Gibt es Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus?

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage zur angeblichen Verbindung zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen eingereicht. Darin wird nach Umfang, Struktur und möglichen Gefahren solcher Gruppen gefragt. Das mediale Interesse an dem Thema ist zuletzt gestiegen, nachdem öffentlich-rechtliche Sender kritische Dokumentationen über konservative Christen ausgestrahlt haben.

Die Kleine Anfrage zielt auf mögliche Verknüpfungen zwischen fundamentalistischen christlichen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien wie der AfD ab. Namentlich genannt werden Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht.

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Jäger reagierte mit der Aussage, dass bereits die Vertretung biblischer Werte von den Grünen als extremistisch gebrandmarkt werde. Riemenschneider argumentierte, die Anfrage diene dazu, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, bezeichnete das Vorgehen als Versuch, Lebensschützer fälschlich mit Extremismus in Verbindung zu bringen und ihre politische sowie gesellschaftliche Rolle zu schwächen.

Die Grünen schlagen zudem Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem politischem Extremismus zu löschen. Die Anfrage unterstreicht die wachsende Beobachtung konservativer christlicher Gruppen in Deutschland. Sie fordert die Regierung auf, Daten zu extremistischen Verbindungen vorzulegen, und regt politische Schritte gegen entsprechende digitale Inhalte an. Kritiker der Anfrage sehen darin einen Angriff auf religiöse und lebensschützende Überzeugungen.

Quelle