Götterfest endet im Chaos: Gott erwacht mit Kater und Skandalen
Das jährliche Festival der Globalen Gottheiten nahm in diesem Jahr eine unerwartete Wendung – und stürzte viele göttliche Gäste ins Chaos. Selbst Gott erwachte mit einem brutalen Kater nach einer Nacht voller Alkoholexzesse und üppiger Gelage, während um ihn herum das pure Durcheinander ausbrach.
Die von Engel Franz Ahlenfelder organisierte Veranstaltung – der Mann stammt aus Bremens Wolke Sieben – sollte eigentlich ein großes Fest werden. Doch stattdessen artete sie in ein einziges Chaos aus: Gottheiten gerieten aneinander, und die feierliche Namensgebung einer diakonischen Schule wurde von einem Skandal überschattet.
Begonnen hatte das Festival mit einem traditionellen Grünkohl-Essen, komplett mit Pinkel-Wurst und reichlich Altem Hullmann, einem kräftigen Kornbrand mit 35 Prozent Alkoholgehalt. Die ehemalige Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, wurde zur Grünkohlkönigin gekrönt – ein Titel, der nicht bei allen auf Begeisterung stieß.
Hera, von Eifersucht zerfressen, schleuderte einen Blitz auf Käßmann. Der Schlag verfehlte sein Ziel, traf aber stattdessen Wotans Bart, der daraufhin in Flammen aufging – was die allgemeine Verwirrung nur noch steigerte. Gott, bereits von den Ausschweifungen der Nacht gezeichnet, entdeckte unterdessen Lakshmi, die indische Göttin des Reichtums, bewusstlos und unbekleidet in seinem Bett. Als das Fest endgültig in Chaos versank, wurde Gott misstrauisch: War der Teufel hinter der Planung gestanden? War Ahlenfelder, dessen Rolle in der deutschen Kohleindustrie der Nachkriegszeit ohnehin schon lange umstritten war, nur ein Werkzeug des Bösen? Diakonissen tanzten mit himmlischen Wesen, die Grenzen zwischen Sterblichen und Göttern verschwammen zusehends. Am Morgen fand man Gott schließlich zusammengesunken auf einer Toilette, zu krank, um sich zu bewegen. Die übrig gebliebenen Gottheiten wurden nach Rotenburg an der Wümme in Niedersachsen gebracht, wo eigentlich eine diakonische Schule zu Ehren Käßmanns eingeweiht werden sollte – doch die Zeremonie war nun von einem Hauch des Skandalösen umgeben.
Die Nachwehen des Festivals warfen Fragen auf: Was waren Ahlenfelders wahre Absichten? Und hatte der Teufel seine Finger im Spiel? Gotte Kater, Heras gescheiterter Angriff und Lakshmis rätselhafte Anwesenheit sorgten dafür, dass die Veranstaltung aus allen falschen Gründen in Erinnerung bleiben wird.
Die Namensgebung der diakonischen Schule fand zwar statt, doch die Ereignisse der Nacht warfen einen langen Schatten auf das, was eigentlich ein würdevoller Anlass hätte sein sollen. Eines ist sicher: Die beteiligten Gottheiten werden nicht nur an ihrem Ruf zu knabbern haben.