28 March 2026, 20:17

Gifhorns Viktoria-Mühle droht der Verfall – 280.000 Euro sollen sie retten

Altes Gebäude mit erheblichen strukturellen Schäden, darunter eingestürzte Wände, zerbrochene Fenster, freiliegende Rohre und verstreute Trümmmer.

Gifhorns Viktoria-Mühle droht der Verfall – 280.000 Euro sollen sie retten

Gifhorns historisches Mühlenmuseum steht vor dem Kollaps

Nach Jahren der Vernachlässigung und finanzieller Probleme befindet sich das historische Mühlenmuseum in Gifhorn in einer kritischen Lage. Die Stadtverwaltung hat dringende Sanierungsarbeiten vorgeschlagen, um den weiteren Verfall zu stoppen – im Haushalt für 2026 sind dafür 280.000 Euro eingeplant. Ohne schnelles Handeln könnte sich der Zustand des Wahrzeichens weiter verschlechtern, was deutlich höhere Kosten nach sich ziehen würde.

Die Viktoria-Mühle, ein 1897 errichteter Windmühlenturm, war einst eine funktionierende Getreidemühle und ein beliebtes Touristenziel. Bis zu ihrer Schließung aufgrund struktureller Mängel bot sie Führungen und Vorführungen des Mahlbetriebs an. Als Wahrzeichen der Stadt verkörperte sie Gifhorns industrielle Mühlentradition und handwerkliche Kunstfertigkeit der Region.

Doch das Gebäude leidet heute unter massiven Schäden: Holzschädlinge haben die tragenden Balken befallen, Dachziegel bröckeln, und jahrzehntelange ausbleibende Instandhaltung sowie die Alterung der Materialien haben den Verfall beschleunigt. Der private Betreiber, der für die Unterhaltung verantwortlich wäre, kann die Sanierung aufgrund laufender Insolvenzverfahren nicht finanzieren.

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Da keine alternativen Finanzierungsquellen in Sicht sind, muss die Stadt nun eingreifen, um das Bauwerk zu retten. Beamte warnen, dass weitere Verzögerungen die Sanierungskosten in die Höhe treiben würden. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung über die bereitzustellenden 280.000 Euro abstimmen.

Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, die Statik der Mühle zu sichern und irreparable Schäden abzuwenden. Falls der Haushaltsbeschluss fällt, sollen zunächst die dringendsten Probleme behoben werden, bevor sie sich verschlimmern. Die Entscheidung – und damit die Zukunft des Wahrzeichens – liegt nun in den Händen des Stadtrats, der schnell handeln muss, um das Kulturgut zu bewahren.

Quelle