Gianni Versace: Paris feiert den Mode-Rebellen mit spektakulärer Retrospektive
Leni SchröderGianni Versace: Paris feiert den Mode-Rebellen mit spektakulärer Retrospektive
Eine große Gianni-Versace-Retrospektive im Musée Maillol in Paris eröffnet
Im Pariser Musée Maillol in der Rue de Grenelle hat eine umfassende Retrospektive des Modedesigners Gianni Versace ihre Pforten geöffnet – die erste Modeausstellung in der Geschichte des Hauses. Die von Karl von der Ahé und Saskia Lubnow kuratierte Schau ist ab Freitag bis zum 6. September zu sehen.
Die Ausstellung wurde als einmaliges Ereignis konzipiert und würdigt Versaces enge Verbindung zu Paris und Frankreich. Fast 450 Exponate sind zu bestaunen, darunter nahezu 100 Outfits, die an Mannequins entlang einer nachgebauten Laufstegs arrangiert sind. Die Stücke sind thematisch geordnet und führen die Besucher durch die kühnsten Kreationen des Designers.
Ein Höhepunkt ist der Raum «Rock und Royalty», in dem ikonische Looks von Lady Diana, Elton John und Madonna zu sehen sind. Berühmt-berüchtigt ist allerdings das Abwesenheit des «Sicherheitsnadel-Kleids», das Elizabeth Hurley weltbekannt machte. Stattdessen zeigt ein Bildschirm den französischen Wikipedia-Eintrag des fehlenden Stücks.
Neben Mode umfasst die Schau auch Schmuck, Wohnaccessoires und seltene Videointerviews, die Einblicke in Versaces kreativen Prozess und sein bleibendes Erbe in der Modebranche geben. 1989 präsentierte der Designer erstmals seine Haute-Couture-Kollektionen in Paris – sein Debüt gab er im Hotel Ritz.
Die Ausstellung bietet eine seltene Gelegenheit, Versaces Vermächtnis durch fast 450 Exponate zu erkunden. Besucher können seine Entwürfe aus nächster Nähe erleben – von den von Prominenten getragenen Stücken bis hin zu weniger bekannten Werken. Die Schau bleibt noch bis Anfang September für die Öffentlichkeit zugänglich.






