14 April 2026, 22:15

Gewalt an Schulen eskaliert: Politischer Streit über Ursachen und Lösungen

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild gegen eine Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Gewalt an Schulen eskaliert: Politischer Streit über Ursachen und Lösungen

Gewalttaten an deutschen Schulen nehmen dramatisch zu – Politiker streiten über Ursachen und Lösungen

Polizeiberichte zeigen einen deutlichen Anstieg aggressiver Vorfälle in Schulen aller Bundesländer. Das Thema hat nun den Bundestag erreicht, wo Abgeordnete über die Gründe und möglichen Gegenmaßnahmen kontrovers diskutieren.

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Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte, dass Gewalt und Mobbing an Schulen zunehmend problematisch werden. Als Hauptursache nannte sie fehlende Konfliktlösungskompetenzen bei Schülerinnen und Schülern. Zugleich wies Esken Vorwürfe zurück, die Gewalt mit Migration in Verbindung bringen: "Migration ist nicht das Problem in unseren Schulen."

Fast jeder fünfte Schüler in Deutschland ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen – eine weitere Besorgnis erzeugende Entwicklung. Die AfD fordert unterdessen schärfere Maßnahmen, darunter eine bessere Erfassung von Gewalttaten und ein Vorgehen gegen religiös motiviertes Mobbing. Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch warf Esken vor, das Ausmaß des Problems zu verharmlosen, und bestand darauf, dass Migration eine Rolle spiele.

Die Anträge der AfD wurden zur weiteren Prüfung in die Ausschüsse überwiesen. Vertreter von Union, Grünen und Linken räumten zwar ein, dass Schulgewalt ein reales Problem sei, kritisierten aber, die AfD reduziere die Thematik auf einfache Erklärungsmuster.

Die Debatte offenbart tiefe Gräben darüber, wie der wachsenden Gewalt an Schulen begegnet werden soll. Während die einen auf strengere Kontrollen setzen, plädieren andere für eine Stärkung der Konfliktfähigkeit. Die Diskussion bleibt vorerst offen, während die Abgeordneten über mögliche nächste Schritte beraten.

Quelle