18 April 2026, 18:16

Georg Restle attackiert AfD und eigene ARD-Führung mit scharfer Medienkritik

Plakat für das 'Stimme der liberalen Muslime'-Radioprogramm, das Bilder von Menschen mit Headsets und Mikrofonen zeigt.

Georg Restle attackiert AfD und eigene ARD-Führung mit scharfer Medienkritik

ARD-Moderator Georg Restle positioniert sich scharf gegen die rechtspopulistische AfD

In jüngsten Stellungnahmen hat der ARD-Journalist Georg Restle die Partei Alternative für Deutschland (AfD) vehement kritisiert und vor einer Verharmlosung ihrer extremistischen Verbindungen gewarnt. Gleichzeitig prangerte er an, dass Medien die AfD zunehmend als normale politische Kraft behandelten. Seine Kritik richtete sich auch gegen die eigene ARD-Führung, der er vorwirft, den investigativen Journalismus auszuhalten.

Restle warf der AfD vor, gezielt von rechtsextremer Gewalt auf den Straßen zu profitieren. Die Partei, so seine Argumentation, inszeniere sich als gemäßigter, während sie gleichzeitig auf eine radikale Anhängerschaft setze. Einen echten ideologischen Graben zwischen den verschiedenen Flügeln – ob unter Björn Höcke oder Tino Chrupalla – gebe es nicht.

Klar stellte Restle fest, dass er Höcke in der Wahlberichterstattung nicht dieselbe Bühne wie anderen Politikern einräumen werde. Zudem kritisierte er Kollegen, die zögerten, die AfD konsequent zu hinterfragen. Es herrsche ein "starker Gegenwind" gegen Journalisten, die dies täten. Warnend fügte er hinzu, dass innerhalb der ARD zunehmend Stimmen laut würden, die AfD als etablierte politische Kraft zu behandeln.

Gegenüber seinem eigenen Arbeitgeber übte Restle scharfe Kritik an der Entscheidung, die Sendezeit seines investigativen Magazins Monitor zu kürzen. Sparmaßnahmen gefährdeten seiner Ansicht nach den Kernauftrag des Senders – mit gravierenden gesellschaftspolitischen Folgen. Eine bloße Berichterstattung über globale Krisen ohne Einordnung, so Restle, schüre lediglich Ängste in der Bevölkerung, statt Aufklärung zu betreiben.

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Restles Äußerungen spiegeln die innerbetriebliche Spannungen innerhalb der ARD wider, wie mit der AfD umgegangen werden soll. Seine Haltung steht exemplarisch für die größere Debatte über die mediale Verantwortung im Umgang mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Strömungen. Gleichzeitig unterstreicht seine Kritik die Sorgen um die redaktionelle Unabhängigkeit und die Zukunft des investigativen Journalismus beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

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