05 June 2026, 10:00

Geisterhafte Militäranlage Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf man damit anfangen?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Geisterhafte Militäranlage Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf man damit anfangen?

Verlassene Militäranlage Ostervilm für 60.000 Euro versteigert

Eine verlassene Militäranlage mit dem Namen Ostervilm ist bei einer Auktion für 60.000 Euro den Besitzer gewechselt. Das ungewöhnliche Objekt liegt in der Lagune Greifswalder Bodden nahe der Insel Vilm und diente einst als gesperrter Standort zur Entmagnetisierung von Kriegsschiffen. Mit dem Kauf sind jedoch erhebliche Nutzungs- und Bebauungsauflagen verbunden.

Ostervilm wurde mit einem Startgebot von 39.000 Euro angeboten und am 4. Juni verkauft. Die Anlage ruht auf 600 Holzpfählen, gestützt von einem Betonrahmen, der mit Eisenplatten und Holz verkleidet ist. Ursprünglich gebaut, um Schiffsrümpfe zu entmagnetisieren und Minenexplosionen zu verhindern, verfiel sie später in Vergessenheit.

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Die Insel liegt in der Nähe von Vilm, wo einst der Ministerrat der DDR seine Ferien verbrachte. Anders als ihre Nachbarinsel verfügt Ostervilm jedoch weder über eine grundlegende Infrastruktur noch über einen rechtlichen Zugang. Als „äußere Zone“ eingestuft, darf sie ohne Bebauungsplan nicht bewohnt oder erschlossen werden – etwas, das Experten in dieser exponierten Lage für unwahrscheinlich halten.

Käufer sehen sich mit großer Unsicherheit konfrontiert, die oft mit dem Kauf einer „Katze im Sack“ verglichen wird. Dem neuen Eigentümer bleiben nur wenige Nutzungsmöglichkeiten, angesichts der Abgeschiedenheit und der rechtlichen Beschränkungen.

Der Verkauf von Ostervilm unterstreicht die Herausforderungen bei der Umnutzung abgelegener Militärstandorte. Ohne Infrastruktur oder rechtlichen Zugang bleibt das Gelände für Wohn- oder Gewerbeprojekte unbrauchbar. Seine Zukunft hängt davon ab, ob sich Entwicklungspläne gegen regulatorische und logistische Hürden durchsetzen können.

Quelle