Gedenkveranstaltung in Potsdam erinnert an den "Tag von Potsdam" und seine düstere Symbolik
Emma BeckerIn der Garnisonkirche: Gedenken an den 'Tag von Potsdam' - Gedenkveranstaltung in Potsdam erinnert an den "Tag von Potsdam" und seine düstere Symbolik
In Potsdam fand in der Garnisonkirche eine Gedenkveranstaltung zum 93. Jahrestag des "Tags von Potsdam" statt. Das Ereignis vom 21. März 1933 markierte einen Wendepunkt der deutschen Geschichte: Es läutete das Ende der Weimarer Republik ein und leitete die Machtübernahme der Nationalsozialisten ein. Heute gilt dieser Tag weithin als Geburtsstunde des "Dritten Reiches".
Der "Tag von Potsdam" begann mit einer inszenierten Zeremonie in der Garnisonkirche, bei der Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg zusammenkamen. Ihr Händedruck – in einem mittlerweile berühmten Foto festgehalten – symbolisierte die scheinbare Einheit zwischen der alten imperialen Elite und dem neuen NS-Regime und stand für den Machtwechsel.
Die ursprüngliche Garnisonkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach Kriegsende nutzten Potsdamer Christen die Ruine und richteten im kreuzförmigen Erdgeschoss des Turms die "Heilig-Kreuz-Kapelle" ein. 1968 ließ jedoch der DDR-Staatschef Walter Ulbricht die Überreste sprengen.
Jahrzehnte später bleibt der Ort ein Mahnmahl. Die jüngste Gedenkfeier ehrte die Opfer der NS-Zeit und erinnerte zugleich an die Rolle der Kirche während eines der düstersten Kapitel der deutschen Geschichte.
Die Jahrestagsveranstaltung unterstrich die historische Bedeutung des 21. März 1933: Die Garnisonkirche, einst Schauplatz nationalsozialistischer Propaganda, steht heute als Mahnmal für den Übergang von der Demokratie in die Diktatur. Solche Gedenkveranstaltungen sorgen dafür, dass die Lehren der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten.






