25 March 2026, 12:17

"Gal-Pal-Kuss": Warum Freunde sich plötzlich auf den Mund küssen – und was das bedeutet

Zwei Menschen umarmen und küssen sich, mit einem Schädel im Hintergrund.

"Gal-Pal-Kuss": Warum Freunde sich plötzlich auf den Mund küssen – und was das bedeutet

Platonische Küsse unter Freunden: Der Aufstieg des "Gal-Pal-Kuss" als Zeichen der Freundschaft

In den letzten Jahren gewinnt ein neuer Trend an Fahrt: der platonische, nicht-romantische Kuss zwischen Freunden, auch als "Gal-Pal-Kuss" bekannt. Dabei handelt es sich um einen zarten, freundschaftlichen Kuss – oft scherzhaft "Guppy-Kuss" genannt –, mit dem enge Bindungen ausgedrückt werden sollen. Prominente und öffentliche Persönlichkeiten haben diese Geste übernommen und damit Debatten über ihre Bedeutung und gesellschaftliche Akzeptanz ausgelöst.

Der "Gal-Pal-Kuss" ist ein sanfter, keuscher Wangenkuss, der sich klar von romantischen oder sinnlichen Küssen abgrenzt. Expert:innen wie die Kommunikationsberaterin Judi James erklären, dass solche Gesten soziale Bindungen stärken und Stress abbauen – ähnlich wie Primaten und andere Tiere körperliche Berührungen nutzen, um Vertrauen zu festigen. Im Gegensatz zu Küssen mit intimem Hintergrund geht es hier ausschließlich um Freundschaft und emotionale Verbundenheit.

Bekannte Beispiele sind Scarlett Johansson und Jonathan Bailey, die sich bei der Premiere von "Jurassic World: Rebirth" auf dem roten Teppich küssten. Johannssons Ehemann, Colin Jost, zeigte laut Berichten kein Problem damit und verwies auf Baileys offen gelebte Homosexualität. Bailey selbst verteidigte die Geste später mit den Worten: "Wenn man seine Freunde nicht küssen darf, ist das Leben zu kurz, um darauf zu verzichten."

Auch andere Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna haben sich öffentlich mit Freundinnen auf diese Weise begrüßt und damit zur Normalisierung des Phänomens beigetragen. Cat Deeley und Charlie Brear tauschten ebenfalls einen platonischen Kuss als Ausdruck ihrer engen Freundschaft aus. Umfragen des Pew Research Center (2023) zeigen, dass solche nicht-romantischen Wangenküsse in den USA – besonders in Metropolen wie New York und Kalifornien – zunehmend akzeptiert werden. In Großbritannien bleibt der Trend hingegen auf jüngere, informelle Kreise beschränkt, während traditionelle Begrüßungsformen wie Händedrucke weiterhin dominieren, wie die British Sociological Association feststellt.

Sogar in romantischen Beziehungen kommen nicht-sexuelle Küsse vor, die Zuneigung ohne erotische Absicht ausdrücken. Diese Entwicklung spiegelt breitere kulturelle Veränderungen wider, beeinflusst von europäischen und lateinamerikanischen Gepflogenheiten – auch wenn die Briten hier langsamer folgen.

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Der "Gal-Pal-Kuss" unterstreicht, wie sich gesellschaftliche Normen rund um körperliche Zuneigung zwischen Freunden wandeln. Während die Akzeptanz in einigen Regionen wächst, bestimmen kulturelle Unterschiede, wie weit sich der Brauch verbreitet. Noch immer bleibt er eine sichtbare, aber Nischenform, um enge, nicht-romantische Beziehungen zu feiern.

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