G9-Ausbau in Baden-Württemberg scheitert – nur jüngere Schüler profitieren ab 2025
Emilia NeumannNeue Volksinitiative für G9 für alle Klassen gescheitert - G9-Ausbau in Baden-Württemberg scheitert – nur jüngere Schüler profitieren ab 2025
Scheitern des G9-Modellausbaus auf alle Gymnasiasten in Baden-Württemberg
Der Vorstoß, das neunjährige Gymnasium (G9) auf alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in Baden-Württemberg auszudehnen, ist abgeblasen. Die dahinterstehende Bürgerinitiative sammelte nicht genug Unterschriften, um eine Abstimmung zu erzwingen. Dennoch wird die Landesregierung G9 ab 2025 für jüngere Jahrgänge einführen.
Ziel der Initiative war es, älteren Schülerinnen und Schülern die Wahl zwischen dem kürzeren achtjährigen Gymnasium (G8) und dem längeren G9 zu ermöglichen. Befürworter forderten, diese Option möglichst schnell umzusetzen. Doch die Petition kam lediglich auf 27.000 Unterschriften – deutlich weniger als die benötigten 40.000.
Gegenwind kam von den Verbänden der Gymnasiallehrkräfte sowie dem Landeselternbeirat. Ihre Bedenken trugen dazu bei, dass die Unterstützung ausblieb. Dennoch musste der Landtag über das Anliegen debattieren, nachdem die Petition die für eine Behandlung erforderliche Hürde genommen hatte. Ungeachtet dessen treibt die Landesregierung ihren eigenen Plan voran: Ab September 2025 starten Fünft- und Sechstklässler mit dem G9-Modell. Ältere Jahrgänge bleiben vorerst im bestehenden System.
Das Scheitern der Initiative bedeutet, dass ältere Schülerinnen und Schüler vorerst keine Wahl zwischen G8 und G9 haben. Der schrittweise Ausbau beginnt 2025 mit den jüngeren Jahrgängen. Die Schulen werden ihre Stundenpläne und Lehrpläne an das neue Modell anpassen.