30 June 2026, 06:13

Fürther Jugendrat fordert Hilfe statt Strafe für Armutsdelikte und Gewaltopfer

"Hilfe statt Strafe": Fürther Jugendrat stellt Antrag im Ausschuss

Fürther Jugendrat fordert Hilfe statt Strafe für Armutsdelikte und Gewaltopfer

Der Fürther Jugendrat hat einen Antrag mit dem Titel „Hilfe statt Strafe – Gemeinsam gegen Gewalt“ eingebracht. Darin fordert er Unterstützung statt Bestrafung für Menschen, die aus Armut Straftaten begehen. Die Vorlage wird am 1. Juli beraten.

Anstoß für den Antrag gaben Debatten über Schwarzfahren im Öffentlichen Nahverkehr. Ursprünglich hatte der Jugendrat gefordert, Armutsdelikte nicht zu verfolgen. Nun plädiert er für umfassendere Lösungen, darunter Streetwork und mobile Jugendarbeit. Zudem schlägt er vor, die Jugendhilfe in Strafverfahren einzubinden.

Julia Dierauf, stellvertretende Vorsitzende des Jugendrats, betont, dass junge Straftäter, die aus Armut handeln, gezielte Hilfe benötigen. Der Vorsitzende Alexander Bohn unterstreicht die Bedeutung von aufsuchender Sozialarbeit, um die Ursachen von Armut zu bekämpfen. Der Rat fordert außerdem eine zentrale Meldestelle für Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt.

Clemens Trompke, Vorstandsmitglied, regt an, ein Meldesystem zunächst ohne zusätzliches Personal zu testen, um den Bedarf zu ermitteln. Der Jugendrat besteht darauf, dass dieses Angebot allen Stadtbewohnern offenstehen soll – nicht nur Nutzern kommunaler Einrichtungen.

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Der Antrag zielt sowohl auf armutsbedingte Kriminalität als auch auf Gewalt ab und schlägt konkrete Maßnahmen vor, etwa mobile Beratungsangebote und eine zentrale Meldestelle. Die Diskussion am 1. Juli wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

Quelle