05 June 2026, 10:34

Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz des Engagements

Abschied von einer engagierten Fürtherin: Anette Reichstein, 75, verstorben

Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz des Engagements

Anette Reichstein, langjährige SPD-Stadträtin in Fürth, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Die am 1. Mai 1951 Geborene widmete jahrzehntelang ihr Leben dem öffentlichen Dienst, der Interessenvertretung und der Gemeinschaftsarbeit. Ihr Tod am 3. Juni 2026 markiert das Ende einer Karriere, die von Engagement für soziale Belange und lokale Politik geprägt war.

Reichsteins politischer Werdegang begann 1990, als sie als Vertreterin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in den Fürther Stadtrat einzog. Dieses Amt übte sie 18 Jahre lang bis 2008 aus. In dieser Zeit war sie zudem von 2002 bis 2008 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Über die Politik hinaus setzte sie sich als Jugendschöffin für den Jugendschutz ein. Ihr Engagement erstreckte sich auch auf die Kirche, wo sie 1994 in den Pfarrgemeinderat von St. Martin gewählt wurde – ein Amt, das sie bis zu ihrem Tod ausübte.

Ebenso bedeutend waren Reichsteins Beiträge zur sozialen Wohlfahrt. Sie half bei der Gründung des Fürther Frauenhauses und war Mitbegründerin des Diakonievereins St. Martin. Ihre Arbeit für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) umfasste über die Jahre hinweg verschiedene Funktionen. Für ihr Wirken wurde sie im Februar 2020 mit dem Goldenen Kleeblatt der Stadt Fürth ausgezeichnet.

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Ein Gedenkgottesdienst findet am 20. Juni 2026 um 13:00 Uhr in der St.-Martins-Kirche statt.

Reichsteins Tod hinterlässt ein Erbe des Dienstes an der Kommunalpolitik, der sozialen Gerechtigkeit und der Gemeinschaftsunterstützung. Der Gedenkgottesdienst bietet Angehörigen, Kollegen und Freunden die Möglichkeit, ihr jahrzehntelanges Engagement zu würdigen. Ihr Einfluss auf das politische und soziale Gefüge Fürths bleibt weithin anerkannt.

Quelle