Führungswechsel bei Schlütersche: Neue Strategie für digitalen Wachstumskurs
Emilia NeumannFührungswechsel bei Schlütersche: Neue Strategie für digitalen Wachstumskurs
Schlütersche Mediengruppe durchläuft tiefgreifende Führungswechsel
Die Schlütersche Mediengruppe, ein traditionsreicher B2B-Medienkonzern, steht vor bedeutenden Veränderungen in der Unternehmensführung. Das 1747 als Druckerei gegründete und in Hannover ansässige Unternehmen hat unter der jüngsten Führung deutlich an Größe gewonnen. Nun prägen eine neue Strategie und Verschiebungen in der Eigentümerstruktur die künftige Ausrichtung.
Ansgar Heise, ehemaliger Verleger des Heise Verlags und aktueller Vorsitzender des Beirats der Schlütersche, übernimmt im Mai 2023 die Position des alleinigen Geschäftsführers. Er löst Ingo Mahl ab, der das Unternehmen seit Herbst 2021 geleitet hat, aber auf eigenen Wunsch Ende 2023 zurücktritt. Mahls Ausscheiden folgt auf die erfolgreiche Umsetzung der Strategie Schlütersche 2027, die den Ausbau digitaler Angebote, SaaS-Lösungen und Agenturdienstleistungen vorantrieb.
Unter Mahls Führung stieg der Umsatz der Gruppe von 58 Millionen auf über 80 Millionen Euro. Dieses Wachstum wurde durch Übernahmen getrieben, die die digitalen und abonnementbasierten Geschäftsmodelle stärkten. Die ebenfalls in Hannover ansässige Heise Gruppe festigte ihren Einfluss zusätzlich, indem sie ihren Anteil an Schlütersche Ende 2022 auf eine Mehrheitsbeteiligung erhöhte.
Mit Heises Wechsel in die Geschäftsführung übernimmt Oliver-Till Dieckhaus – derzeit bevollmächtigter Offizier der Heise Gruppe – den Vorsitz im Beirat von Schlütersche. Heise kündigte an, eng mit dem bestehenden Führungsteam zusammenzuarbeiten, um die Expansion des Unternehmens fortzusetzen.
Der Führungswechsel markiert eine neue Phase für Schlütersche, die auf dem jüngsten finanziellen Wachstum und der digitalen Expansion aufbaut. Heises Berufung und Dieckhaus' neue Rolle im Beirat spiegeln das verstärkte Engagement der Heise Gruppe für die Zukunft des Unternehmens wider. Die Veränderungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die 276 Jahre alte Mediengruppe sich weiterhin an einen sich rasant wandelnden B2B-Markt anpasst.






