06 January 2026, 14:47

FDP-Duo stört Dreikönigsempfang mit scharfer Satire gegen Linke und Medwedew

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Liberales Muppet-Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - FDP-Duo stört Dreikönigsempfang mit scharfer Satire gegen Linke und Medwedew

Ein traditionelles politisches Ereignis in Stuttgart nahm diese Woche eine ungewöhnliche Wendung. Zwei führende FDP-Politiker sorgten bei der Dreikönigsfeier in der Oper für Aufsehen, indem sie von einer Empore aus mit Zwischenrufen die Veranstaltung störten. Ihre mit Humor und scharfer Kritik gespickten Kommentare erinnerten viele an die Muppet-Show-Figuren Statler und Waldorf.

Im Mittelpunkt des Wortgefechts standen Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die linke Politiker mit popkulturellen Anspielungen und geopolitischen Vergleichen auf die Schippe nahmen.

Der Vorfall ereignete sich während des jährlichen Dreikönigsempfangs im Stuttgarter Staatsopernhaus, einer langjährigen Tradition. Von einer Logenposition über der Bühne unterbrachen Kubicki und Strack-Zimmermann die Rede mit spitzen Bemerkungen, die sich vor allem gegen den linken Politiker Jan van Aken richteten. Kubicki warf diesem vor, linke Gewalt zu verharmlosen, und behauptete sarkastisch, van Aken finde es amüsant, ‚die Reichen abzuknallen und Milliardäre zu enteignen‘ – Aktionen, die er angeblich mit einem höheren Zweck rechtfertige.

Strack-Zimmermann spielte mit, scherzte, sie sei zwar nicht ‚Miss Piggy‘, doch Kubicki könne durchaus als ‚Kermit‘ durchgehen. Das Duo mimte damit perfekt das grantige Balkon-Paar aus der Muppet Show – zur Überraschung der Anwesenden. Kubicki setzte noch einen drauf, als er den früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew ins Visier nahm. Mit beißendem Spott schlug er vor, falls Medwedew tatsächlich einen deutschen Politiker entführen wolle, solle er sich lieber an van Aken halten als an CDU-Chef Friedrich Merz. Der Kommentar spielte auf unbelegte Gerüchte über angebliche Drohungen gegen Merz an – seriöse Quellen bestätigen jedoch keine konkreten Entführungspläne. Der FDP-Politiker warnte zudem vor den Gefahren des Linksextremismus und behauptete, eine militante Gruppe könne ‚eine Großstadt lahmlegen‘. Seine Äußerungen verband er direkt mit der Rhetorik der Linken – eine Mischung aus Satire und politischer Provokation, die den Abend zusätzlich aufheizte.

Die Störung in der Stuttgarter Oper hat nun Debatten über politischen Anstand und die Grenzen der Satire ausgelöst. Kubickis und Strack-Zimmermanns inszenierte Zwischenrufe lenkten den Fokus auf die angespannten Beziehungen zwischen FDP und linken Kräften. Gleichzeitig sorgt der ungewöhnliche Verlauf der Veranstaltung dafür, dass sie weit über die üblichen protokollarischen Reden in Erinnerung bleiben wird.