31 March 2026, 12:25

EZB plant dreistufige Strategie gegen Energieschocks durch Iran-Konflikt

Plakat mit der Aufschrift "Unter Präsident Bidens Inflationsreduktionsgesetz" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: oben die Auswirkungen des Gesetzes und unten die visualisierte Darstellung in Blau und Grün.

EZB plant dreistufige Strategie gegen Energieschocks durch Iran-Konflikt

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen dreistufigen Plan vorgelegt, um die durch den Iran-Konflikt ausgelösten Energieschocks zu bewältigen. Die steigenden Ölpreise, die mittlerweile über 100 US-Dollar pro Barrel liegen, zwingen die EZB, sich auf verschiedene Stufen wirtschaftlicher Verwerfungen vorzubereiten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Chefvolkswirt Philip Lane erläuterten, wie die Bank je nach Inflationsrisiken und Datenlage reagieren wird.

Lagardes Strategie sieht vor, kurzfristige Preissprünge bei Energie zunächst zu ignorieren. Die EZB geht davon aus, dass eine Reaktion auf vorübergehende Schocks mehr schaden als nützen könnte – angesichts der Verzögerungen, bis geldpolitische Maßnahmen wirken.

Falls die Inflation aufgrund von Lieferengpässen das Ziel übersteigt, aber vorübergehend bleibt, wird die Bank ihre Politik behutsam anpassen. Dieser zweite Schritt umfasst begrenzte Maßnahmen, um eine Überreaktion auf externe Druckfaktoren zu vermeiden.

Die dritte und entschlossenste Stufe greift, wenn die Inflation deutlich und nachhaltig vom Ziel abweicht. In diesem Fall würde die EZB mit kräftigen und anhaltenden Maßnahmen gegensteuern, um die Preise wieder unter Kontrolle zu bringen.

Die aktuellen Ölpreise, angetrieben durch die Spannungen in der Straße von Hormus, liegen bei 119,50 US-Dollar pro Barrel – nahe dem 95. Perzentil der EZB-Prognosen. Zwar sind die Auswirkungen gravierend, doch sie haben noch nicht das worst-case-Szenario der Bank erreicht. Dieses sieht eine längerfristige Phase hoher Inflation vor, bei der sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflationsrate über zwei Jahre erhöht bleiben. Selbst ein milderer Schock würde 2026 zu einer Stagnation führen, gefolgt von einer langsamen Erholung.

Lane bestätigte, dass die EZB in jeder Sitzung neu entscheiden wird, ob sie handelt oder abwartet. Ein statistisches Modell soll diese Entscheidungen leiten und das Erfordernis von Eingriffen gegen das Risiko unnötiger geldpolitischer Straffung abwägen.

Der Ansatz der EZB balanciert zwischen Zurückhaltung und Handlungsbereitschaft. Sollten die Energieschocks anhalten, ist die Bank bereit, ihre Politik – entweder moderat oder entschlossen – anzupassen. Ausschlaggebend wird sein, wie lange die Inflation über dem Ziel bleibt und ob das Wirtschaftswachstum weiter nachgibt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle