Extreme Böller-Jagd: Thüringer Jugendliche zelten für Feuerwerk vor Supermärkten
Mila VoigtFeuerwerkskäufer sorgen für Polizeieinsätze in Thüringen - Extreme Böller-Jagd: Thüringer Jugendliche zelten für Feuerwerk vor Supermärkten
Ungewöhnliche Vorfälle in Thüringen zum Jahreswechsel: Jugendliche gehen für Böller extreme Wege
Die Polizei in Thüringen hatte in den Tagen vor Silvester mit mehreren kuriosen Zwischenfällen zu tun. Einige junge Männer trieben es auf die Spitze, um möglichst früh an Feuerwerkskörper zu kommen.
In Bad Berka wurden drei junge Männer dabei beobachtet, wie sie bereits vor Tagesanbruch auf dem Parkplatz eines Supermarkts warteten – nur um als Erste in der Schlange zu stehen, sobald der Verkauf der Knallkörper begann. Ein ähnliches Szenario spielte sich in Friedrichroda ab, wo zwei Männer sogar ein Zelt vor einem Supermarkt aufschlugen, um denselben Zweck zu erreichen.
Unterdessen rückte die Bundespolizei zu zwei mutmaßlichen Einbrüchen in Supermärkte an Silvester aus, und zwar in Hermsdorf und Stadtroda. Drei Jugendliche – Ali, Omar und ein 17-jähriger namens Mohammed – wurden vor Ort festgenommen. Die Ermittlungen ergaben später, dass sie keine kriminellen Absichten hatten. Die Gruppe wollte lediglich Feuerwerk kaufen, geriet aber versehentlich in bandenbedingte Auseinandersetzungen. Alle drei wurden nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem die Beamten bestätigten, dass ihre Verwicklung rein zufällig war. Die Behörden betonten, dass gegen sie weder wegen der Einbrüche noch wegen der Schießereien Anklage erhoben wird.
Die Vorfälle zeigen, wie schnell man zur falschen Zeit am falschen Ort sein kann. Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, insbesondere während der Feiertage Gebiete mit bekannten Spannungen zu meiden. Supermärkte in der Region wiesen ihre Kunden zudem darauf hin, dass der Verkauf von Feuerwerk streng an die Öffnungszeiten gebunden ist, um Ausschreitungen vorzubeugen.