Europas Drogenkonsum im Abwasser: Cannabis stabil, Kokain und Ketamin im Aufwind
Mila VoigtEuropas Drogenkonsum im Abwasser: Cannabis stabil, Kokain und Ketamin im Aufwind
Eine neue Studie hat den Drogenkonsum in Europa untersucht, indem Abwasser in 115 Städten analysiert wurde. Die von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) geleitete Forschung verfolgte Rückstände von Cannabis, Kokain, Amphetamin, Methamphetamin, MDMA und Ketamin. Die Ergebnisse zeigen Verschiebungen im Konsumverhalten: Während einige Substanzen häufiger genutzt werden, geht der Konsum anderer zurück.
Der Cannabiskonsum blieb in den meisten europäischen Städten im Vergleich zum Vorjahr stabil. Genf verzeichnete die höchsten Werte und führt damit kontinentweit die Rangliste an. Berlin folgte auf Platz vier mit 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich. Frankfurt belegte den neunten Platz mit etwa 150 Milligramm, während Mainz mit 130,6 Milligramm auf Rang 15 landete.
Die Studie deckte zudem Veränderungen bei anderen Drogen auf: Der Konsum von Kokain und Ketamin stieg in ganz Europa an. Gleichzeitig ging der MDMA-Gebrauch zurück – ein Wandel im Vergleich zu den Vorjahren.
Für die Cannabis-Analyse wurden Abwasserproben aus 45 Städten entnommen. Die umfassendere Untersuchung umfasste 115 Standorte und lieferte damit ein detailliertes Bild der Drogengewohnheiten in städtischen Gebieten.
Die Ergebnisse zeigen einen stabilen Cannabiskonsum in vielen Städten, weisen aber auf steigende Kokain- und Ketaminwerte hin. MDMA wird dagegen seltener konsumiert. Die Daten geben Behörden einen klareren Überblick über die Drogenkonsumtrends auf dem Kontinent.






