Erich von Däniken – der umstrittene Visionär der „Prä-Astronautik“ ist tot
Emma BeckerErich von Däniken – der umstrittene Visionär der „Prä-Astronautik“ ist tot
Erich von Däniken, der umstrittene Autor hinter der "Prä-Astronautik"-Theorie, ist im Alter von 90 Jahren in der Nähe von Interlaken verstorben. Sein erstes buch, Erinnerungen an die Zukunft, das 1968 erschien, löste weltweit Debatten aus, indem es behauptete, Außerirdische hätten einst die Erde besucht und die Menschheitsgeschichte beeinflusst. Über fünf Jahrzehnte prägten seine Ideen randständige Theorien und verkauften sich millionenfach auf der ganzen Welt.
Von Dänikens Karriere begann mit einer bescheidenen Erstauflage von 6.000 Exemplaren für Erinnerungen an die Zukunft. Das Manuskript war stark bearbeitet worden von Wilhelm Utermann, einem ehemaligen NS-Journalisten. Während von Däniken eine 18-monatige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßte, wurde das buch überraschend zum Bestseller. Nach seiner Entlassung fand er sich als wohlhabender und international bekannter Mann wieder.
Seine These, dass Außerirdische in urgeschichtlicher Zeit die Erde besucht und möglicherweise die menschliche Zivilisation geprägt hätten, gewann eine riesige Anhängerschaft. Im Laufe seines Lebens veröffentlichte er über 40 Bücher, deren Gesamtauflage 70 Millionen Exemplare überschritt. Diese Werke trugen zum Aufstieg der Parawissenschaften und esoterischer Randbewegungen bei. Ab 2003 wurden von Dänikens Bücher vom rechtsextremen Kopp Verlag veröffentlicht. Die Zusammenarbeit hielt auch nach seinem Tod am 10. Januar 2026 an und sicherte so die weitere Verbreitung seiner Theorien.
Von Dänikens Tod markiert das Ende einer Ära für eine Persönlichkeit, die die Grenzen zwischen Spekulation und Pseudowissenschaft verwischte. Seine Bücher, die weiterhin im Druck sind, prägen weiterhin Debatten über alternative Geschichtsschreibung. Das Erbe seiner "Prä-Astronautik"-Theorie lebt fort – sowohl in randständiger Forschung als auch in der Popkultur.