Elon Musks AfD-Unterstützung lässt Tesla-Verkäufe in Deutschland einbrechen – außer in Hochburgen
Emma BeckerElon Musks AfD-Unterstützung lässt Tesla-Verkäufe in Deutschland einbrechen – außer in Hochburgen
Eine neue Studie zeigt, dass die öffentliche Unterstützung Elon Musks für die rechtspopulistische AfD in Deutschland spürbare Auswirkungen auf den Absatz von Tesla-Fahrzeugen hatte. Forscher der Universität Innsbruck haben die Neuzulassungszahlen im ersten Halbjahr 2025 bundesweit ausgewertet. Die Ergebnisse belegen deutliche regionale Unterschiede im Kaufverhalten nach Musks Stellungnahme.
Vor der AfD-Unterstützungserklärung lag die monatliche Zahl der Tesla-Neuzulassungen in Deutschland bei durchschnittlich etwa 2.990 Fahrzeugen. Im ersten Halbjahr 2025 sank diese Zahl auf rund 1.210 – ein Rückgang um mehr als 60 Prozent. Insgesamt schätzen die Wissenschaftler, dass Tesla in diesem Zeitraum mindestens 6.500 Verkäufe verlor.
Doch in Regionen mit starker AfD-Anhängerschaft stiegen die Tesla-Zahlen. In der Stadt Halle kletterten die Neuzulassungen von vier Fahrzeugen Anfang 2024 auf 20 im gleichen Zeitraum 2025 – ein Anstieg um 400 Prozent. Bundesweit verzeichneten Gebiete mit hoher AfD-Unterstützung ein Absatzplus von bis zu 30 Prozent.
Der Effekt beschränkte sich auf Tesla. Bei anderen Elektroautoherstellern oder auf dem Gebrauchtwagenmarkt konnten die Forscher keine vergleichbaren Trends feststellen.
Die Studie belegt einen direkten Zusammenhang zwischen Musks politischer Haltung und der wirtschaftlichen Performance von Tesla in Deutschland. Während die Verkäufe in den meisten Regionen einbrachen, verzeichneten Gebiete mit AfD-Nähe einen deutlichen Anstieg. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass politische Präferenzen bei bestimmten Marken zunehmend messbar das Konsumverhalten beeinflussen.






