30 March 2026, 20:18

Ehegattensplitting spart Familien jährlich 25 Milliarden Euro – doch wer profitiert wirklich?

Offenes Buch mit handschriftlicher Ahnenforschung von einer deutschen Familie, detaillierte Informationen zur Abstammung.

Ehegattensplitting spart Familien jährlich 25 Milliarden Euro – doch wer profitiert wirklich?

Ehegattensplitting spart verheiratete Paare jährlich rund 25 Milliarden Euro Steuern

Eine neue Studie des Kölner Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) zeigt, wie sich diese Steuerersparnisse auf verschiedene Haushalte verteilen. Die Ergebnisse, die auf Daten des Statistischen Bundesamts basieren, machen deutlich, welche Gruppen am stärksten von den aktuellen Regelungen profitieren.

Den größten Anteil der Steuerersparnis – 67 Prozent – erhalten Eltern mit "steuerrelevanten Kindern", also Minderjährigen oder solchen, die sich noch in Ausbildung oder Studium befinden. Weitere 33 Prozent entfallen auf Eltern, deren Kinder bereits erwachsen sind und ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Insgesamt kommen 90 Prozent der gesamten Ersparnis verheirateten Paaren mit Kindern zugute – nur 9 Prozent (rund 2,2 Milliarden Euro) verbleiben für kinderlose Ehepaare.

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Die Untersuchung belegt zudem, dass 63 Prozent des Splitting-Vorteils an Haushalte gehen, in denen beide Partner ein Einkommen erzielen. 37 Prozent hingegen profitieren Haushalte mit nur einem Verdienst. Eine mögliche Reform des Systems würde vor allem diese Einverdiener-Familien treffen.

Aktuell nutzen etwa 1,5 Millionen Haushalte in Deutschland die Regelung zum Ehegattensplitting. Die Daten liefern jedoch keine Aufschlüsselung der Vorteile nach Bundesländern.

Die Analyse unterstreicht, dass das Ehegattensplitting vor allem Familien mit Kindern begünstigt – insbesondere solche mit Doppelverdienern. Angesichts von 25 Milliarden Euro jährlicher Ersparnis hätten Änderungen der Regelungen erhebliche finanzielle Folgen für Millionen Haushalte. Die Ergebnisse zeigen klar, wer unter dem aktuellen System am meisten gewinnt – oder verliert.

Quelle