21 April 2026, 18:17

Duisburgs Luxus-Polizeilabor: Roboterhunde, Stretchlimousinen und 4,66 Millionen Euro Chaos

Kaffeehaus-Interieur mit Tischen, Stühlen, einer "Mega Coffee"-Wandtafel, einem Topf mit einer Pflanze, einer Bodenmaschine und Deckenleuchten.

Duisburgs Luxus-Polizeilabor: Roboterhunde, Stretchlimousinen und 4,66 Millionen Euro Chaos

Hochtechnologie-Polizeilabor in Duisburg sorgt mit skurrilen Features und explodierenden Kosten für Aufsehen

Ursprünglich mit 250.000 Euro veranschlagt, beliefen sich die endgültigen Baukosten der Einrichtung auf stolze 4,66 Millionen Euro. Im Inneren erwarten die Beamten unter anderem eine Stretchlimousine, ein Heimkino – und sogar einen Roboterhund, der darauf programmiert sein soll, Beweismaterial zu vernichten.

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Das Duisburger Innovationslabor wurde mit einem Hang zum Luxus konzipiert. Sein Innenraum orientiert sich am legendären Bernsteinzimmer, komplett mit aufwendigen Verzierungen. Eine vollautomatische Kaffeemaschine – etwa so groß wie ein Doppel-Schrank – bietet 100 individuell einstellbare Getränkevarianten, persönlich serviert von Kriminalhauptkommissar Klaus Brandner.

Trotz der hochmodernen Ausstattung wirken Teile des Labors vernachlässigt. Ein Überwachungsbereich liegt brach, mit einem defekten Fernseher und keiner Spur des Roboterhunds Spot. Der mechanische Vierbeiner sollte angeblich belastendes Material zerfetzen und zu winzigen Datenpellets pressen.

Zur Einrichtung gehört auch ein Heimkino für forensische Schulungen. Als Beamte jedoch zum Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen fahren mussten, lehnten sie ein Taxi ab – obwohl die hauseigene Stretchlimousine verfügbar war. Planungsunterlagen zeigten später: Vor Baubeginn gab es nie eine Kosten-Nutzen-Analyse.

Kriminalhauptkommissar Brandner bleibt dennoch zuversichtlich. Sollte sich das Labor bewähren, plant er ähnliche Einrichtungen in Polizeistationen ganz Nordrhein-Westfalen einzuführen.

Das Projekt steht nun als teures Experiment für polizeiliche Innovation da. Die Mischung aus Luxus, Hightech-Ausstattung und fragwürdigen Ausgaben sorgt für Stirnrunen. Bald müssen die Behörden entscheiden: Rechtfertigt das Labor seine 4,66 Millionen Euro – oder bleibt es ein überteuerter Fehlgriff?

Quelle