21 March 2026, 04:17

Dierfelds perfekte Wahlbeteiligung und ein clevere Lösung fürs Wahlgeheimnis

Kleines Dorf mit bunten Häusern umgeben von grünen Bäumen und Gras in einem Tal.

Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfelds perfekte Wahlbeteiligung und ein clevere Lösung fürs Wahlgeheimnis

Dierfeld, ein Weiler mit nur 15 Einwohnern, sorgt für Schlagzeilen – dank einer perfekten Wahlbeteiligung bei der jüngsten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Alle acht wahlberechtigten Bewohner gaben ihre Stimme ab, eine Seltenheit in einer so kleinen Gemeinde. Besonders Aufmerksamkeit erregte dabei die Lösung des Dorfes, um die Wahlgeheimhaltung zu wahren – eine besondere Herausforderung angesichts der winzigen Einwohnerzahl.

Eingebettet zwischen Wäldern und Feldern ist Dierfeld die kleinste Kommune des Bundeslandes. Das Anwesen, ursprünglich ein Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, ging Anfang des 20. Jahrhunderts in den Besitz der Familie von Greve über. Heute umfasst es eine Kapelle und einen eigenen Friedhof, was seinem ruhigen Charme zusätzlichen Reiz verleiht.

Um das Wahlgeheimnis zu schützen, schloss sich Dierfeld für die Abstimmung der Nachbargemeinde Manderscheid an. Nach deutschem Wahlrecht müssen mindestens 30 Stimmzettel in einer Urne liegen – eine Hürde, die eine eigenständige Wahl in Dierfeld unmöglich machte. Stattdessen sammelte der Ortsbürgermeister, Roderich von Greve-Dierfeld, persönlich die acht Briefwahlunterlagen ein und schickte sie per Post ab.

Rheinland-Pfalz zählt rund 2.300 Gemeinden, von denen etwa 140 weniger als 100 Einwohner haben. Zwar war Dierfelds Lösung praktisch, doch gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen darüber, wie viele andere winzige Ortschaften ähnlich verfuhren. Nachbardörfer wie Hamm (16 Einwohner) und Keppeshausen (17 Einwohner) stehen vor demselben Dilemma bei künftigen Wahlen.

Doch Dierfeld macht nicht nur mit seinem ungewöhnlichen Wahlverfahren von sich reden: Der Ort plant derzeit den Bau eines 15 Hektar großen Solarparks. Das Projekt soll die erneuerbaren Energien vorantreiben und gleichzeitig lokale gemeinnützige Initiativen finanzieren.

Die hundertprozentige Wahlbeteiligung in Dierfeld unterstreicht das Engagement seiner wenigen Wähler. Durch die Zusammenlegung der Wahlbezirke sicherte das Dorf sowohl die Geheimhaltung als auch die Einhaltung der Wahlvorschriften. Der geplante Solarpark zeigt zudem, wie sehr sich die kleine Gemeinde trotz ihrer Größe für Nachhaltigkeit und Gemeinschaftseinsatz starkmacht.

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