27 March 2026, 12:23

Deutsche Bahn reagiert mit Körperkameras auf tödlichen Angriff auf Zugbegleiter

Ein Bild mit Fotos von Menschen, Zügen und anderen Gegenständen sowie einem Titel, der besagt: "Der Zug, der nie aufhört - wie das ständige Transit-System funktioniert".

Deutsche Bahn reagiert mit Körperkameras auf tödlichen Angriff auf Zugbegleiter

Deutsche Bahn führt nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter neue Sicherheitsmaßnahmen ein

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar hat die Deutsche Bahn neue Sicherheitsvorschriften eingeführt. Das Unternehmen stattet Servicekräfte nun mit Körperkameras aus und hat vorläufig die Personalausweiskontrollen bei Fahrkartenprüfungen ausgesetzt. Gleichzeitig wächst der Druck auf strengere Sicherheitsregeln.

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Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert durchgehend zweiköpfige Teams in allen Zügen. Gewerkschaftschef Martin Burkert warnte vor einer Zunahme von Gewalt gegen Mitarbeiter und verwies auf über 3.000 gemeldete Angriffe in den letzten Jahren. Allein 2023 verzeichnete die Deutsche Bahn 3.324 Vorfälle – die Zahlen für 2024 und 2025 liegen auf ähnlichem Niveau.

Die Verkehrsministerkonferenz unterstützte einige Schritte der Bahn, darunter ein geplantes Verbot von Waffen und Messern im Personenverkehr. Eine bundesweite Regelung für Zweierteams lehnten die Minister jedoch ab und sprachen sich gegen starre Personalvorgaben aus. Zwar betonten sie die Notwendigkeit besserer Überwachung an Bahnhöfen, verzichteten aber auf verbindliche einheitliche Standards.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte an, die aktuellen Maßnahmen bis Ende April zu prüfen. Er räumte ein, dass zusätzliche Sicherheitskosten vom Bund getragen werden müssten, doch das Budget sei bereits festgelegt. Schnieder bleibt damit in der Zwickmühle zwischen mehr Schutz und begrenzten finanziellen Spielräumen.

Während Gewerkschaften und Minister noch über den besten Weg zum Schutz der Beschäftigten diskutieren, setzt die Bahn mit Körperkameras und dem Stopp der Ausweiskontrollen auf kurzfristige Risikominimierung. Ohne bundesweite Personalregeln jedoch bleibt die Debatte über langfristige Sicherheitslösungen ungelöst.

Quelle