Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Fahrgäste fordern mehr
Emilia NeumannDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Fahrgäste fordern mehr
Deutsche Bahn hält Fernverkehrspreise für ein Jahr stabil – Kritik von Fahrgastverbänden
Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise im Fernverkehr ab dem 1. Mai für ein Jahr eingefroren bleiben. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Energiekrise die Transportkosten belastet. Fahrgastverbände kritisieren den Schritt jedoch als unzureichend.
Vorstandschefin Evelyn Palla bestätigte die Preisbremse als Reaktion auf die steigenden Energieausgaben. Die Maßnahme soll Reisenden in unsicheren Zeiten Planungssicherheit bei den Fahrtkosten bieten.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, argumentierte, dass eine bloße Beibehaltung der Preise nicht ausreiche. Er verwies darauf, dass die Kosten für Fernverkehrstickets bereits je nach Strecke und Nachfrage stark variieren. Angesichts fehlender Festpreise forderte er stattdessen eine tatsächliche Senkung der Tarife.
Neuß wies zudem auf anhaltende Probleme im Service der Deutschen Bahn hin. Häufige Verspätungen und Zugausfälle machten eine Preiserhöhung unvertretbar, so der Verband. Pro Bahn bezeichnete die Ankündigung der Preisstabilität als ungenügend und drängt auf spürbare Ermäßigungen zugunsten der Reisenden.
Die Preisbremse gilt bis April 2025 und bietet vorerst Schutz vor möglichen Erhöhungen. Doch die Verbände bestehen darauf, dass mehr getan werden muss, um die Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit des Angebots zu verbessern. Zu den Forderungen nach weiteren Preissenkungen hat sich die Deutsche Bahn bisher nicht geäußert.






