CSU plant radikale Steuerreform: Weniger Abgaben für Bürger und Firmen in Bayern
Emma BeckerCSU-Forderungen: Senken der Erbschaftsteuer - Abschaffen der Krankschreibung per Anruf - CSU plant radikale Steuerreform: Weniger Abgaben für Bürger und Firmen in Bayern
Die bayerische Regierungspartei CSU hat ein umfassendes Steuerreformpaket vorgelegt, das Unternehmen, Arbeitnehmende und Familien entlasten soll. Unter der Führung von Ministerpräsident Markus Söder umfassen die Pläne eine Senkung der Unternehmenssteuern, Erleichterungen bei der Erbschaftsteuer sowie eine Reduzierung der Stromkosten für alle Bürger noch in diesem Jahr.
Kernstück der CSU-Pläne ist eine schrittweise Absenkung der Körperschaftsteuer von 15 auf 10 Prozent zwischen 2026 und 2032. Söder begründet dies mit der Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Investitionen anzuziehen. Zudem will die Partei den Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer anheben, um Gering- und Mittelverdiener zu entlasten.
Auch die Erbschaftsteuer steht im Fokus: Die CSU schlägt höhere Freibeträge und regionale Spielräume bei der Besteuerung vor. Unternehmen könnten künftig steuerfrei vererbt oder verschenkt werden – eine Maßnahme, die vor allem Familienbetriebe schützen soll. Darüber hinaus regt die Partei an, tägliche Höchstarbeitszeiten abzuschaffen und stattdessen eine wöchentliche Obergrenze einzuführen, um Arbeitnehmenden mehr Flexibilität zu bieten. Bei den laufenden Kosten setzt sich Söder für eine sofortige Senkung der Stromsteuer ein. Die Gesamtkosten aller Maßnahmen beziffert er auf unter 10 Milliarden Euro – finanziert werden sollen sie durch den Verzicht auf das geplante Heizungsgesetz. Die CSU-Bundestagsfraktion zielt zudem auf Änderungen im Arbeitsrecht ab: Krankschreibungen per Telefon sollen abgeschafft werden, da die Partei einen Anstieg der Fehlzeiten befürchtet.
Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden sie eine grundlegende Wende in der deutschen Steuer- und Arbeitsmarktpolitik einläuten. Söder betont, die Maßnahmen seien finanzierbar und notwendig, um die bayerische Wirtschaft zu stärken. Ob das Paket jedoch Realität wird, hängt davon ab, ob die Bundesregierung die Pläne übernimmt oder nach Alternativen sucht.