20 March 2026, 18:15

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die verschmitzt in eine andere Richtung schaut.

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Der deutsche Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität TelefONSEX betrieben zu haben. Fernandes bezeichnete diese Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und eine schwere Verletzung ihrer Privatsphäre.

Die Anschuldigungen haben die Debatten über Ulmens umstrittene Vergangenheit neu entfacht, insbesondere seine Rollen in provokanten TV-Formaten wie Wer will meine Freundin vögeln? und Mein neuer Freund, in denen er manipulative und frauenfeindliche Charaktere spielte.

Bekanntheit erlangte Ulmen Mitte der 2000er-Jahre durch Mein neuer Freund, eine Reality-Show, in der er wöchentlich einen anderen "Albtraum-Freund" verkörperte. Eine seiner prägendsten Figuren war Alexander von Eich, ein reicher, aristokratischer Snob, der seine Freundin mit Befehlen wie "Franziskarrrrr!" herabwürdigte – stets mit Stock in der Hand. Das Format eskalierte meist, bis die Frau entweder ging oder das Verhalten für eine Geldprämie erduldete.

Jahre später, 2013, moderierte Ulmen bei Tele 5 die Sendung Wer will meine Freundin vögeln?. Als satirische Figur Uwe Wöllner – ein Mann mit schiefen Zähnen – leitete er einen Wettbewerb, bei dem Männer mit der Attraktivität ihrer Freundinnen prahlten. Das Konzept wurde wegen seines entwürdigenden Tons scharf kritisiert; heute gilt die Show für viele als Warnsignal in Ulmens Karriere.

Fernandes' aktuelle Vorwürfe verschärfen die Kritik: Sie behauptet, Ulmen habe unter ihrem Namen Fake-Profile angelegt, pornografisches Material geteilt und sich als sie ausgegeben, um Online-Dates und TelefONSEX zu führen. Ihre Beschreibung der Erlebnisse als "virtuelle Vergewaltigung" hat Empörung ausgelöst – viele verweisen dabei auf das Credo der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln."

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Der Fall wirft auch Fragen zu früheren Reaktionen auf die Beziehung von Ulmen und Fernandes auf. Als das Paar 2010 an die Öffentlichkeit ging, hinterfragten einige Fernandes' Partnerwahl – eine Haltung, die angesichts der neuen Vorwürfe nun neu bewertet wird.

Ihre Schilderungen reiht sich ein in eine lange Liste von Anschuldigungen gegen Männer, die Grenzen von Frauen überschreiten. Der Fall lenkt den Blick auf Ulmens Geschichte frauenfeindlicher Rollen und deren reale Folgen. In Online-Debatten wird weiterhin die Forderung nach Konsequenzen laut – und nach einem Umdenken im Umgang mit solchen Vergehen.

Quelle