CDU-Politiker löst Eklat aus: Schultergriff an AfD-Spitzenkandidaten entfacht Debatte
Emilia NeumannCDU-Politiker löst Eklat aus: Schultergriff an AfD-Spitzenkandidaten entfacht Debatte
Eine aktuelle Podiumsdiskussion hat für politischen Wirbel gesorgt, nachdem Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, dem Spitzenkandidaten der AfD, Ulrich Siegmund, die Hand auf die Schulter legte. Die Geste, die auf einem weit verbreiteten Foto festgehalten wurde, löste scharfe Kritik von rivalisierenden Parteien und Medienvertretern aus.
Der Moment ereignete sich, als Heuer und Siegmund sich während der Diskussion wegen eines defekten Mikrofons näher kamen. Kritiker bezeichneten das Bild umgehend als „gemütliches Foto“ und verurteilten es als ein „massives Problem“ für die CDU. Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken im Landtag, erklärte, „die Hand eines Demokraten habe nichts auf der Schulter eines AfD-Mannes zu suchen“. Auch die Grünen meldeten sich zu Wort und stellten fest, zwischen CDU und AfD sei „keine Distanz mehr erkennbar“.
Der ZDF-Moderator Markus Lanz äußerte später, ihn beunruhige die demonstrative Ächtung von AfD-Politikern. Die CDU reagierte mit einer Mischung aus Rechtfertigung und Entschuldigung für die Geste. Der Vorfall fällt in eine Phase, in der die AfD in Umfragen bei 29 Prozent liegt – neun Punkte vor der CDU – und damit stärkste Kraft in Deutschland ist. Angesichts der bröckelnden politischen Brandmauer in Berlin rückt die AfD nun in Reichweite einer absoluten Mehrheit bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September.
Die Kontroverse unterstreicht die wachsenden Spannungen um den Umgang mit der AfD. Die zwiespältige Reaktion der CDU auf die Geste zeigt, wie schwierig die Position der Partei ist. Die steigenden Umfragewerte der AfD deuten darauf hin, dass ihr Einfluss vor den entscheidenden Regionalwahlen weiter wächst.






