"Bunt statt braun" protestiert gegen AfD-Kinderschutzkonferenz in Hannover
Emilia Neumann"Bunt statt braun" protestiert gegen AfD-Kinderschutzkonferenz in Hannover
Am kommenden Samstag findet vor dem Landtag von Niedersachsen eine Demonstration statt. Das Bündnis „Bunt statt braun“ organisiert den Protest gegen eine Kinderschutzkonferenz der AfD, die parallel zur Kundgebung stattfindet. Die Veranstaltung wird von der familienpolitischen Sprecherin der Partei, Vanessa Behrendt, geleitet.
Bei der zweiten Kinderschutzkonferenz der AfD stehen Themen wie „Gender-Ideologie“, die vermeintliche „Frühsexualisierung von Kindern“ sowie Gewalt im Mittelpunkt. Zu den Rednern zählen die EU-Abgeordnete Christine Anderson und Uwe Kranz, ehemaliger Leiter des Landeskriminalamts Thüringen. Kranz wird über sexuelle Gewalt gegen Kinder sprechen.
Das Bündnis „Bunt statt braun“ wirft der AfD vor, den Kinderschutz für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Die Partei werde als rechtsextrem eingestuft und gefährde mit ihrem Handeln Menschenrechte, Kinderrechte, Vielfalt und Inklusion. Der Protestslogan „Unser Regenbogen bleibt bunt“ richtet sich gegen die inhaltlichen Schwerpunkte der Konferenz.
Unterstützung erhält die Demonstration von einer breiten Allianz: Dazu gehören „Omas gegen Rechts“, „Aufstehen gegen Rassismus“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Kirche sowie SPD und Grüne. Die Kundgebung findet während der AfD-Konferenz am Samstag statt. Das organisierende Bündnis will sich damit gegen einen Angriff auf grundlegende Rechte stellen. Zahlreiche Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um gegen die Veranstaltung zu protestieren.
