Bundestag blockiert Kürzungspläne für Unterhaltsvorschuss – Alleinerziehende atmen auf
Emma BeckerBundestag blockiert Kürzungspläne für Unterhaltsvorschuss – Alleinerziehende atmen auf
Ein Vorschlag zur Kürzung der Unterhaltsvorschusszahlungen hat im Bundestag heftigen Widerstand ausgelöst. Kommunale Spitzenverbände hatten die Streichungen im Rahmen eines Sparpakets ins Spiel gebracht, doch mehrere Parteien lehnen die Pläne kategorisch ab. Die Leistungen bieten essenzielle Unterstützung für Alleinerziehende, wenn der andere Elternteil seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt.
Die Debatte entbrannte, nachdem kommunale Vertreter den Unterhaltsvorschuss in eine Liste möglicher Einsparungen aufgenommen hatten. Die Zahlungen sind für viele Alleinerziehende eine finanzielle Überlebenshilfe, wenn kein Kindesunterhalt fließt. Kritiker warnen, dass Kürzungen besonders schutzbedürftige Familien noch stärker in Not bringen würden.
Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken, verurteilte die Sparliste als einseitig und monierte, dass ausschließlich Kürzungen im Raum stünden, ohne die sozialen Folgen zu bedenken. Unterstützung erhielt sie von Misbah Khan, stellvertretender Bundesvorsitzender der Grünen, die die Bedeutung der Absicherung von Alleinerziehenden-Haushalten betonte.
Auch aus den Reihen der SPD kam Widerspruch: Die familienpolitische Sprecherin Jasmina Hostert lehnte jede Kürzung der Leistungen ab. Ebenfalls Position gegen den Vorstoß bezog Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD. Die breite Ablehnungsfront zeigt, dass die geplanten Streichungen auf massive überparteiliche Resistance stoßen.
Die vorgeschlagenen Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sehen sich nun erheblichen Hürden gegenüber. Angesichts des Widerstands aus mehreren Parteien dürfte die Maßnahme in ihrer aktuellen Form kaum durchsetzbar sein. Die Leistungen werden voraussichtlich unverändert fortbestehen und weiterhin Alleinerziehende absichern, die auf sie angewiesen sind.






