Bundesregierung plant Zuckersteuer ab 2025 – doch reicht das gegen das Haushaltsdefizit?
Mila VoigtBundesregierung plant Zuckersteuer ab 2025 – doch reicht das gegen das Haushaltsdefizit?
Die deutsche Bundesregierung hat Pläne für die Einführung einer Zuckerabgabe ab 2025 bekannt gegeben – als Teil umfassender Maßnahmen zur Verringerung des Haushaltsdefizits. Parallel dazu sind höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und Kunststoffe sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen vorgesehen. Laut Angaben von Regierungsvertretern konnten durch diese Schritte die Fehlbeträge bereits halbiert werden, sodass die Finanzierungslücke nun unter 30 Milliarden Euro liegt.
Ein Ausschuss hatte kürzlich eine gestaffelte Steuer auf zuckerhaltige Getränke empfohlen – eine von 66 Vorschlägen, die darauf abzielen, die Belastung für die gesetzlichen Krankenkassen zu verringern. Die regierende Koalition aus SPD und CDU unterstützt die Maßnahme nun, obwohl die CDU eine Zuckersteuer noch im Februar auf ihrem Parteitag abgelehnt hatte.
Großbritannien führte eine ähnliche Abgabe bereits 2018 ein, die allein im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte. Unterdessen strebt Finanzminister Lars Klingbeil an, durch die neuen Steuermaßnahmen 20 Milliarden Euro einzusparen. Zwar konnte die Haushaltslücke für 2027 geschlossen werden, für 2028 bleibt jedoch weiterhin eine Finanzierungslücke bestehen.
Weitere Pläne umfassen eine Kunststoffsteuer, höhere Abgaben auf Alkohol und Tabak sowie Kürzungen bei Förderprogrammen. Die Regierung betont, dass diese Änderungen dazu beitragen sollen, die öffentlichen Finanzen in den kommenden Jahren zu stabilisieren.
Die Zuckerabgabe soll im nächsten Jahr starten und ist Teil einer breiter angelegten Strategie zur Reduzierung des deutschen Haushaltsdefizits. Falls erfolgreich, könnten die kombinierten Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen die verbleibende Finanzierungslücke auf unter 30 Milliarden Euro drücken. Nun wird die Regierung die letzten Details ausarbeiten, bevor die Maßnahmen in Kraft treten.






