Bundespolitiker erhalten 2025 erstmals seit 2022 eine Gehaltserhöhung
Emilia NeumannBundespolitiker erhalten 2025 erstmals seit 2022 eine Gehaltserhöhung
Bundespolitiker in Deutschland erhalten 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent. Damit endet eine dreijährige Phase mit eingefrorenen Bezügen, in der ihre Einkommen durch die Inflation deutlich an Kaufkraft verloren haben. Es handelt sich um die erste Anpassung seit 2022 – betroffen sind unter anderem der Bundeskanzler, der Vizekanzler und weitere hochrangige Amtsträger.
Von der Erhöhung profitieren der Bundespräsident, der Kanzler, der Vizekanzler sowie alle Mitglieder der Bundesregierung. Auch Abgeordnete des Nationalrats und des Bundesrats, der Präsident des Rechnungshofs sowie die Mitglieder der Volksanwaltschaft erhalten mehr Geld. Bereits 2024 hatte es eine kleinere Anpassung für Parlamentarier gegeben, die jedoch nur die Hälfte der damaligen Inflationsrate ausglich.
Die Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS brachten den Vorschlag für die Erhöhung ein. Gleichzeitig vereinbarten sie den Start einer umfassenderen Reform der Politikerbezüge. Die Finanzierung von Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleibt hingegen für die nächsten zwei Jahre unverändert.
Auch auf Landesebene könnten sich die Gehälter anpassen, da regionale Entscheidungen oft bundesweiten Trends folgen.
Die Ein-Prozent-Erhöhung soll die jahrelange Lohnstagnation und gestiegene Lebenshaltungskosten ausgleichen. Sie betrifft zentrale Bundesämter, lässt jedoch andere politische Finanzströme unangetastet. Der Reformprozess könnte langfristig zu weiteren Änderungen bei der Vergütung von Politikern führen.






