BSW attackiert SPD für Schulkrise und Lehrkräftemangel in Brandenburg
Emma BeckerBSW attackiert SPD für Schulkrise und Lehrkräftemangel in Brandenburg
Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) in Brandenburg geht mit scharfer Kritik gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, in der Bildungspolitik vor. Die Landesvorsitzende Friederike Benda bezeichnete die früheren Entscheidungen der Partei als schweren Fehler und machte sie für die Verschärfung der aktuellen Schulkrise verantwortlich. Der Streit eskaliert, während der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) auf einen sich zuspitzenden Lehrkräftemangel in der gesamten Region hinweist.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen jüngste Kürzungen und die erhöhte Arbeitsbelastung für Lehrkräfte. Seit Anfang dieses Jahres müssen die meisten Pädagogen eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten. Zudem strich der Haushalt 2025 insgesamt 345 Vollzeitstellen – eine weitere Belastung für ein ohnehin überlastetes System.
Hoffmann, der das Bildungsressort nach 30 Jahren SPD-Führung übernommen hat, wirft der früheren SPD-BSW-Koalition vor, durch ihre Kürzungen die Personalknappheit verschärft zu haben. Benda wies diese Darstellung jedoch als "lächerlich" zurück. Die Probleme seien das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentscheidungen von CDU und SPD – nicht nur des vergangenen Jahres, betonte sie.
Besonders kritisierte Benda die früheren SPD-Bildungsminister Steffen Freiberg und Robert Crumbach. Ihnen warf sie vor, Personalabbau und höhere Lehrverpflichtungen vorangetrieben zu haben. Die BSW hatte die Bildungspläne der SPD zunächst unterstützt – eine Entscheidung, die Benda mittlerweile als Fehler einräumt.
Der Streit hinterlässt Brandenburgs Schulen mit einem Rekord-Lehrkräftemangel. Hoffmanns Ministerium kämpft nun mit den Folgen jahrelanger Politikwechsel und Haushaltskürzungen. Gleichzeitig markiert die Kritik der BSW einen deutlichen Bruch mit dem ehemaligen Bündnispartner – beide Seiten schieben sich gegenseitig die Schuld für die aktuellen Herausforderungen zu.






