Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großen Hofs zu lebendigem Kreativquartier
Leni SchröderBraunschweig plant radikale Umgestaltung des Großen Hofs zu lebendigem Kreativquartier
Großer Hof in Braunschweig steht vor radikaler Umgestaltung
Das Gebiet Großer Hof in Braunschweig soll grundlegend verändert werden. Die Stadtverwaltung hat Pläne bekannt gegeben, das Viertel als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen. Der Schritt folgt auf Jahre des Niedergangs, geprägt von leerstehenden Schulgebäuden und einem Überangebot an Parkplätzen, die dem Viertel das Leben entzogen haben.
Der aktuelle Zustand des Gebiets gibt Anlass zur Sorge: Zwei geschlossene Schulen und eine von parkenden Autos dominierte Fläche statt lebendiger urbaner Räume prägen das Bild. Architekten beschreiben das Viertel als von „klaren Defiziten“ geprägt und sehen darin eine seltene Chance, die Gestaltung von Grund auf neu zu denken.
Um die Umgestaltung zu finanzieren, wird die Stadt Fördermittel aus dem Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen. Braunschweig stellt bereits 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bereit, während die Gesamtkosten auf 60 Millionen Euro geschätzt werden. Den Rest sollen höhere Regierungsebenen tragen.
Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht ein autoreduziertes Kreativquartier mit neuem Wohnraum, einem Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers und kreative Unternehmen. Auch die soziale Infrastruktur wird ausgebaut, darunter eine Kita und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum. Grünflächen, die im dicht bebauten Gebiet bisher Mangelware sind, sollen aufgewertet werden, um die Nachhaltigkeit zu verbessern.
Die Pläne basieren teilweise auf einem preisgekrönten Entwurf eines Hamburger Architekturbüros aus dem Jahr 2024. Falls der Stadtrat die Vorhaben billigt, könnten die Bauarbeiten bald beginnen und das Gesicht am Rande der Braunschweiger Innenstadt prägen.
Ziel des Projekts ist es, Brachflächen und Parkplätze durch Wohnraum, Kulturflächen und Grünanlagen zu ersetzen. Mit der Zustimmung des Stadtrats würden 60 Millionen Euro an Fördergeldern freigegeben und der Weg für eine langfristige Belebung geebnet. Die ersten Schritte könnten beginnen, sobald die notwendigen Genehmigungen vorliegen.






