24 April 2026, 16:18

Braunschweig plant Mieterschutz-Beratungszentrum gegen skrupellose Vermieter

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude, das vor Müllwerfen und Entsorgen warnt mit rechtlichen Folgen.

Braunschweig plant Mieterschutz-Beratungszentrum gegen skrupellose Vermieter

In Braunschweig könnte bald ein neues Mieterschutz-Beratungszentrum eröffnet werden, um Verstöße von Vermietern zu bekämpfen. Der Vorschlag mit dem Namen "Mira" stammt von der SPD-Ratsfraktion und zielt darauf ab, den Mieterschutz zu stärken. Bei einer Genehmigung würde das Zentrum ein Modell übernehmen, das sich bereits in Delmenhorst bewährt hat.

Der Plan der SPD wird am 12. Mai im Braunschweiger Stadtrat zur Abstimmung stehen. Falls er angenommen wird, würde das "Mira"-Zentrum nach dem Niedersächsischen Wohnschutzgesetz arbeiten, das im März 2021 in Kraft getreten ist. Dieses Gesetz gibt den Kommunen erweiterte Befugnisse, um Vermieter zu sanktionieren, die Mindeststandards bei Wohnraum nicht einhalten.

Das Zentrum würde Fälle untersuchen, in denen Wohnungen durch Vernachlässigung seitens der Vermieter unbewohnbar werden. Bei schweren Verstößen könnte es hohe Bußgelder verhängen oder Vermieter sogar zwingen, die Umzugskosten für betroffene Mieter zu übernehmen. Das Modell orientiert sich am Erfolg in Delmenhorst, wo in den letzten Jahren über 100 Verstöße geahndet wurden.

Annette Schütze, wohnungspolitische Sprecherin der SPD, betonte die Wirksamkeit des Ansatzes. Sie erklärte, dass Vermieter in Delmenhorst oft nachgaben und die Vorschriften einhielten, sobald sie mit Strafen konfrontiert wurden. Die von der SPD geführte Landesregierung hat Städten wie Braunschweig mit dem neuen Gesetz mehr Spielraum gegeben, um Vermieter stärker in die Pflicht zu nehmen.

Das geplante "Mira"-Zentrum wäre ein wichtiger Schritt zur Durchsetzung von Mieterschutz in Braunschweig. Mit der Möglichkeit, Bußgelder zu verhängen und Reparaturen anzuordnen, könnte es Vermieter dazu bringen, die gesetzlichen Wohnstandards einzuhalten. Die Entscheidung des Stadtrats am 12. Mai wird zeigen, ob das Vorhaben umgesetzt wird.

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