Brandenburger Spargelsaison startet mit hohen Preisen und wachsender Konkurrenz
Mila VoigtBrandenburger Spargelsaison startet mit hohen Preisen und wachsender Konkurrenz
Die Spargelsaison in Brandenburg hat offiziell begonnen – die ersten Ernten kommen aus der Region Beelitz. Zu Saisonstart liegen die Preise bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm, doch die Bauern rechnen damit, dass die Kosten sinken, sobald mehr Ware auf den Markt kommt. Der Starttermin fällt mit Ostern zusammen, einer Zeit, in der die Nachfrage nach dem Gemüse traditionell steigt.
Die Anbauflächen für Spargel in Brandenburg umfassen mittlerweile rund 1.500 Hektar – ein Zuwachs gegenüber den 1.200 Hektar im Jahr 2020. Die Ausweitung spiegelt die starke Nachfrage und die idealen Bodenbedingungen wider, insbesondere in der Uckermark und der Prignitz. Trotz dieses Wachstums ist die Gesamtanbaufläche in den letzten Jahren aufgrund von Konkurrenz und steigenden Kosten geschrumpft.
Die Landwirte erwarten eine ertragreiche Saison: Im vergangenen Jahr lag die Erntemenge bei knapp 19.000 Tonnen. Doch die höheren Ausgaben drücken die Gewinne. Durch die Spannungen im Iran sind die Dieselpreise gestiegen, und die Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben.
Zusätzlichen Druck üben günstigere Importe aus, vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland. Diese ausländischen Lieferungen unterbieten oft die heimischen Preise und erschweren es den Brandenburgern, sich auf dem Markt zu behaupten.
Im Laufe der Saison und mit wachsendem Angebot werden die Preise voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro pro Kilogramm fallen. Die Bauern in der Region blicken optimistisch auf die Erträge, müssen sich aber mit steigenden Kosten und harter Konkurrenz auseinandersetzen. Bleiben wird der Spargel auf jeden Fall ein saisonales Highlight – besonders zur Osterzeit.






