Brandenburg plant personalfreie Supermärkte für ländliche Regionen rund um die Uhr
Emilia NeumannBrandenburg plant personalfreie Supermärkte für ländliche Regionen rund um die Uhr
Die brandenburgische Koalitionsregierung unterstützt Pläne, die den Betrieb vollautomatisierter, personalfreier Läden im gesamten Bundesland ermöglichen sollen. Mit dem Vorstoß will man Engpässen in ländlichen Regionen begegnen, wo traditionelle Supermärkte zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre Türen offen zu halten. Falls die Pläne genehmigt werden, könnten diese intelligenten Geschäfte rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche betrieben werden.
Aktuell erlaubt das brandenburgische Ladenschlussgesetz Geschäften, von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet zu haben, während der Verkauf an Sonntagen auf sechs Tage pro Jahr beschränkt ist. Die geplanten Änderungen würden die Personalvorgaben streichen und so den Betrieb von Mini-Supermärkten ohne anwesende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen. Sozialminister René Wilke (SPD) hat sich hinter die Initiative gestellt und argumentiert, die Neuregelung werde die lokale Versorgung sichern und die Lebensqualität in unterversorgten Gebieten verbessern.
Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für automatisierte Läden eingeführt. Brandenburgs Vorschlag muss jedoch noch vom Landtag abgesegnet werden, bevor er in Kraft treten kann. Die Landesregierung hofft, dass die Reform dazu beiträgt, die Lücken zu schließen, die durch den Rückgang des klassischen Einzelhandels in ländlichen Gemeinden entstanden sind.
Die Änderungen würden es smarten Läden ermöglichen, ohne Personal zu funktionieren und so einen durchgehenden Zugang zu Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs zu bieten. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte es den Einzelhandel auf dem brandenburgischen Land grundlegend verändern. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landtag.






