03 April 2026, 06:15

Brandanschläge in Leibertingen: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Balkendiagramm, das die Anzahl der muslimischen Amerikaner zeigt, die seit 2001 in den USA an gewaltsamen Extremismus beteiligt waren, mit begleitendem erklärendem Text.

Brandanschläge in Leibertingen: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Ein 23-jähriger Mann muss sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten, nachdem er in Leibertingen (Baden-Württemberg) eine Serie von Brandanschlägen mit Molotowcocktails verübt haben soll. Tobias K. gestand, im vergangenen Oktober mehrere Brände gelegt zu haben – darunter einen Angriff auf das Haus eines ehemaligen AfD-Politikers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus linksextremistischer Motivation gehandelt zu haben.

Die Anschläge ereigneten sich im Oktober, als Tobias K. mehrere Molotowcocktails zündete. Einer traf das Auto eines Unternehmers und früheren AfD-Kommunalpolitikers, Michael K., wobei sich das Opfer beim Löschen der Flammen Verbrennungen an den Füßen zuzog. Später warf der Angeklagte ein weiteres Brandgerät auf ein Wohnhaus, in dem sechs Menschen schliefen – dabei nahm er billigend in Kauf, dass sie in den Flammen ums Leben kommen könnten.

Während desselben Vorfalls attackierte Tobias K. zudem Polizeibeamte und Feuerwehrleute mit einem Molotowcocktail. Vor Gericht gab er an, seine Taten seien unter Drogeneinfluss geschehen und durch AfD-Parolen provoziert worden. Zwar räumte er eine Mitgliedschaft in der Linkspartei ein, bestritt jedoch eine aktive Beteiligung in anderen politischen Gruppen.

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Die Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart hält die Angriffe jedoch für politisch motiviert. Ein Urteil im Prozess vor dem Landgericht Hechingen wird bis Mitte April erwartet.

Im Mittelpunkt der Verhandlung steht die Frage, ob Tobias K. aus extremistischem Gedankengut oder aus persönlichen Motiven handelte. Bei einer Verurteilung würde der Fall zu den dokumentierten Fällen politisch motivierter Gewalt in der Region hinzukommen. Die Entscheidung des Gerichts wird über die rechtlichen Konsequenzen der Anschläge entscheiden.

Quelle