Bitburger kehrt als DFB-Partner zurück – mit Fokus auf alkoholfreies Bier
Leni SchröderBitburger kehrt als DFB-Partner zurück – mit Fokus auf alkoholfreies Bier
Bitburger kehrt nach sechsjähriger Pause als offizieller Partner der deutschen Fußballnationalmannschaft zurück
Nach einer sechsjährigen Unterbrechung ist die Brauerei Bitburger wieder als offizieller Partner der deutschen Fußballnationalmannschaft an Bord. 2018 hatte das Unternehmen die langjährige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgrund von Meinungsverschiedenheiten beendet. Nun sieht Bitburger in einer veränderten Ausrichtung des Teams und dem wachsenden Markt für alkoholfreie Getränke neue Chancen.
Die Bitburger Braugruppe hatte die Partnerschaft mit dem DFB 2018 zunächst beendet. Damals kritisierte Geschäftsführer Stefan Schmitz die Ausrichtung des Verbandes und nannte dies als Hauptgrund für die Trennung. Seither hielt sich die Brauerei aus dem Fußballsponsoring heraus – bis jetzt.
Der deutsche Biermarkt steht seit Jahren vor Herausforderungen. 2025 sank die Gesamtproduktion um fast sechs Prozent, wobei Bitburger unter dem Branchendurchschnitt blieb. Vor allem jüngere Verbraucher trinken weniger Alkohol, setzen auf einen gesünderen Lebensstil und gehen seltener aus. Viele verzichten mittlerweile auf das dritte Bier – ein Trend, der die Brauereien hart trifft.
Doch ein Segment wächst rasant: alkoholfreies Bier. Bitburger ist Marktführer bei Bier mit 0,0 Prozent Alkohol und verzeichnet zweistellige Wachstumsraten bei Absatz und Umsatz. Das Unternehmen will diesen Bereich weiter ausbauen und alkoholfreies Bier als erfrischende, gesündere Alternative positionieren – ähnlich wie Apfelschorle oder Light-Limonaden.
Die Rückkehr ins Fußballsponsoring fällt mit einem neuen, bescheideneren Auftreten der Nationalmannschaft zusammen. Schmitz spricht von einem „geerdeteren“ Geist im DFB. Bitburger will die anstehende Weltmeisterschaft in Nordamerika nutzen, um die Markenpräsenz, Sonderaktionen und den Marktanteil zu steigern.
Die erneute Partnerschaft mit dem DFB ist ein strategischer Schritt in einem sich wandelnden Markt. Die Brauerei setzt auf alkoholfreie Produkte und nutzt gleichzeitig die Reichweite des Fußballs, um ihre Position zu stärken. Während der Bierkonsum insgesamt sinkt, steigen die Verkäufe alkoholfreier Biere – Bitburger passt sich den neuen Konsumgewohnheiten an.






