31 December 2025, 18:39

Bischöflicher Aufruf: Mit Hoffnung und Mut gegen Extremismus in 2026

Säulen auf der rechten Seite mit christlichen Symbolen und Fliesen unten.

Bischof Dominicus fordert Engagement für Demokratie - Bischöflicher Aufruf: Mit Hoffnung und Mut gegen Extremismus in 2026

Der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier hat zu Beginn des neuen Jahres zu neuem Mut und entschlossenem Handeln gegen Extremismus aufgerufen. In seiner Predigt im Osnabrücker Dom am Silvesterabend mahnte er, sich weder in der Gesellschaft noch in der Kirche der Resignation hinzugeben. Seine Worte fielen zum Abschluss des Heiligen Jahres 2025, das unter dem Motto 'Pilger der Hoffnung' stand.

Meier reflektierte über die Bedeutung der 'Pilger der Hoffnung' – Menschen, die nach Verständigung suchen, Extremismus ablehnen und andere Religionen und Kulturen achten. Sie stünden für Werte wie Freiheit und Demokratie und setzten sich aktiv für deren Bewahrung ein, so der Bischof.

In seiner Ansprache betonte er die Notwendigkeit, dass Christen auch 2026 engagiert bleiben. Ohne politische Verantwortungsträger direkt anzusprechen, rief er zu einem gemeinsamen Einsatz gegen Spaltung und Hass auf. Seine Worte folgten auf ein Jahr, das im Zeichen des Heiligen Jahres für Hoffnung und Einheit stand. Der Appell erfolgte unabhängig von jüngsten politischen Entwicklungen, darunter die Wahl von Julia Klöckner zur Bundestagspräsidentin im März 2025. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich seine Aussagen auf konkrete Forderungen an sie beziehen.

Meiers Neujahrsbotschaft unterstrich die anhaltende Rolle des Glaubens für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er forderte Christen auf, den Geist der 'Pilger der Hoffnung' mit in das Jahr 2026 zu nehmen. Die Herausforderung liege darin, Hoffnung in konkretes Handeln gegen Extremismus und Verzweiflung umzusetzen, so der Bischof.