30 March 2026, 14:19

Berliner Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage in der Lebensmittelkrise

Menschen vor einem Supermarkt mit Einkaufstaschen, einem Einkaufswagen, einem Topf mit Pflanze, Regalen, Schildern und Deckenbeleuchtung.

Berliner Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage in der Lebensmittelkrise

Berliner Tafeln verzeichnen Rekordnachfrage in der anhaltenden Lebenshaltungskrisen

Immer mehr Menschen in Berlin sind auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen – die Nachfrage nach Lebensmittelausgaben hat sich seit der Pandemie und dem Beginn des Krieges in der Ukraine fast verdoppelt. Freiwillige wie Anne, Uschi und Marianne arbeiten härter denn je, um den Bedarf zu decken.

Die Berliner Tafel unterhält derzeit 48 Ausgabestellen in der Stadt. Monatlich werden rund 660 Tonnen Lebensmittel an etwa 94.000 Bedürftige in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen verteilt. Ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge sorgen dafür, dass die Hilfsgüter dorthin gelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

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Aktuell läuft bis zum 4. April 2026 die Osterkampagne: Kundinnen und Kunden in 15 Edeka-, Rewe- und Kaufland-Filialen in Berlin werden aufgefordert, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt zu kaufen und es an den Kassen den Freiwilligen zu überlassen. Die Aktion "Noch eins!" findet auch zu Erntedank und Weihnachten statt und bringt jedes Jahr tausende weitere Spenden ein.

Unter den Helferinnen ist die 33-jährige Anne, die ihren Donnerstagseinsatz bei der Tafel mit ihrer Arbeit in der Feinkostabteilung des KaDeWe vereint. Die 76-jährige Uschi engagiert sich seit 14 Jahren an der Ausgabestelle der Magdalenenkirche. Ihr Einsatz steht für ein wachsendes Netzwerk: Deutschlandweit gibt es mittlerweile 970 Tafel-Standorte mit über 2.000 Ausgabestellen.

Die Lage bleibt angespannt. Durch anhaltend hohe Inflation und Energiekosten sind immer mehr Familien auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen. Kampagnen wie diese sollen die Lücke zwischen steigender Nachfrage und verfügbaren Ressourcen schließen.

Die Osteraktion endet zwar am 4. April, doch die Arbeit der Berliner Tafel geht das ganze Jahr über weiter. Spenden aus Supermarkt-Sammlungen helfen, die Regale für tausende Haushalte zu füllen. Für die Freiwilligen und Organisatoren steht jetzt vor allem eines im Mittelpunkt: die dringendsten Bedürfnisse derer zu decken, die sich kaum noch Lebensmittel leisten können.

Quelle